Der Querdenker klagte gegen den Bundeswehreinsatz in Afghanistan, verurteilte den Irak-Krieg und wollte den Europavertrag von Lissabon verhindern. Peter Gauweiler (seit 2002 im Bundestag) hält einen ganz besonderen parlamentarischen Rekord: Seit der Bundestagswahl 2009 fehlte er bei 36 von 62 Abstimmungen im Parlament. Der viel beschäftigte Jurist ist der einzige Abgeordnete der Union, der 2013 im Bundestag für den Antrag der Linkspartei "Wasser ist ein Menschenrecht" stimmte. Er war in Bayern auch einmal Staatsminister für Landesentwicklung und Umweltfragen. Heute ist er stellvertretender Vorsitzender des Unterausschusses Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik. Gauweilers politische Bedeutung entspringt vor allem seiner Haltung zum Euro: Er hat bisher gegen alle Rettungs- und Hilfspakete gestimmt. In dieser Rolle, als Euro-Kritiker, sammelt er für die CSU - die offiziell Euro-freundlich ist - die Enttäuschten und Frustrierten ein.
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Das Bundesverfassungsgericht macht den Weg für den permanenten Euro-Rettungsschirm ESM frei - knüpft aber Vorbehalte an seine Zustimmung: Die Haftung Deutschlands muss limitiert bleiben.
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