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Der bayerische Wirtschaftsminister Erwin Huber hat es geschafft. Mit einem Stimmanteil von 58,2 Prozent haben ihn die Delegierten des CSU-Parteitags zum neuen Parteichef und Nachfolger Edmund Stoibers gewählt.
Seine Versprecher sind legendär, seine Strippenzieherei auch: Edmund Stoiber, Bayerns früherer Ministerpräsident, feiert seinen 70. Geburtstag - und muss sein Büro in München räumen.
Roland Pofalla hat es wieder getan - einen Kollegen beleidigt. Der CDU-Mann ist nicht zum ersten Mal entgleist, und er steht in bester Tradition. Eine kleine Auswahl an Schimpftiraden.
Die große Koalition trifft sich nur noch in München, der SPD-Fraktionsvorsitzende wird in die Psychiatrie eingeliefert, die Gesundheitsministerin geht verloren. Bundeskanzler Roland Koch muss handeln. Eine satirische Vorschau von Andreas Hoidn-Borchers.
Hinter all den Streitereien zwischen CDU und CSU ist er der unruhige Geist. Edmund Stoiber findet, dass noch irgendetwas mit ihm passieren muss. Will er doch noch Kanzler werden?
Es brennt in der CSU - und die Parteispitze müht sich nach Kräften, Edmund Stoiber zu retten. In München hat sich das Parteipräsidium demonstrativ hinter den Chef gestellt - und ein wenig auf Gabriele Pauli eingeprügelt.
Parteifreunde werden mitunter Feinde fürs Leben. Eine kleine Einführung in die Geschichte von Glos und Stoiber, Koppelin und van Essen - und wie das so ist, mit Herrn Dobrindt Aufzug zu fahren.
Mit Herzschmerz und Hass hat die CSU in Passau ihren scheidenden Chef verabschiedet. Viel rührseligen Herzschmerz gab's für Stoiber, den die Partei eigentlich nie geliebt hat, brutalen Hass für die Rebellin Pauli. Die Stimmung kochte hoch, als Stoiber von einer Begegung mit dem russischen Präsidenten Putin berichtete.
Edmund Stoiber zaudert: Superminister in Berlin? Angela Merkel muss ihn jetzt stellen. Und die Alternative denken: die Rückkehr von Friedrich Merz. Aus stern Nr. 24/2005
Dass das Führungsduo Beckstein/Huber hinweggefegt wurde, markiert das Schwielowsee-Ereignis der CSU. Beckstein und Huber verkörperten den Neuanfang in der CSU genauso wie Kurt Beck im vergangenen Jahr den neuen Weg der SPD verkörperte. Beckstein und Huber wollten weg vom autoritären Politikstil ihres Chefs Edmund Stoiber und die CSU in eine neue, weiß-blaue, Zukunft führen. Beck wollte nach links, weg von der Agenda 2010, hin zu Ypsilanti und der Lafontaine-Partei. Wir wissen: Das Links-Intermezzo der SPD, die Ära Beck, war kurz. Der linke SPD-Flügel sagte in dieser Zeit: Die Agenda 2010 war ein Unfall. Nun steht fest: Der Beck-Kurs war ein Unfall. Dasselbe in der CSU. Das Beckstein/Huber-Jahr war ein Unfall ist die Kunde der Stunde, die final und für jeden überdeutlich im erzwungenen Rückritt Günther Becksteins manifest wird. Allerdings gibt es einen feinen, wenngleich bedeutenden Unterschied, der zum Ende der jeweiligen politischen Karrieren geführt hat. Beckstein und Huber haben es nicht geschafft, ihre Politik aus dem Schatten Edmund Stoibers zu lösen. Sie sind mit seinem Namen so verbunden, dass allein schon in ihren Personen kein Neuanfang sichtbar werden konnte. Beckstein und Huber haben sich dann auch keine neuen Politikfelder, Themen und Ansätze erschlossen, sondern verwaltet und aufgeräumt, was Edmund Stoiber ihnen hinterlassen hat. Der Transrapid oder das G8 um nur zwei Eier zu nennen, die Stoiber seinen Nachfolgern ins Nest gelegt hatte. Kurt Beck hingegen wollte sich von seinen Vorgängern lösen, aus ihrem Schatten heraustreten. Eine ganze Zeit, nach dem Parteitag in Hamburg im Oktober 2007 bis zur Bürgerschaftswahl in Hamburg Ende Februar 2008, sah es auch so aus, als ob ihm das gelänge. Nun beginnt in beiden Parteien die Restauration. Bei der SPD sind mit Frank-Walter Steinmeier und Franz Müntefering zwei Architekten der Agenda 2010 am Ruder. Und in der CSU fällt mehr denn je der Name Edmund Stoiber. Horst Seehofer wird eine große integrative Kraft zugeschrieben. Dass er in seiner Person nun, ebenso wie Edmund Soiber dereinst, Parteivorsitz und Ministerpräsidentenamt vereinen soll, ist ein weiteres Moment, das den Weg der CSU zurück in die Voraufbruchszeit vor dem Stoibersturz beschreibt. Die SPD konnte aus ihrer Restauration bislang im Bund bei Umfragen keinen Gewinn schlagen, noch hat es einen Steinmeier/ Müntefering-Effekt bei der Landtagswahl in Bayern gegeben. Ganz im Gegenteil: Die Sozialdemokraten haben ihr schlechtestes Ergebnis in dem Freistaat eingefahren und das von 2003 nochmals überboten. Stimmt die Annahme, dass das Wahlvolk in Bayern nicht mehr den klassischen (CSU-)Milieus angehört (angehören will), wird es spannend, ob Horst Seehofer wirklich gelingt, was ihm, vor allem der CSU-Bezirksverband Oberbayern, jetzt schon als Verdienst ans Revers geheftet wird: Die Fähigkeit zur Integration der CSU und ihre Versöhnung mit dem bayerischen Wähler. Wenn es um politische Heilsbringerfiguren geht, wurde schon oft nach dem "Hosianna" das "Kreuzige" gerufen. Jüngste Beispiele: Günther Beckstein und Erwin Huber. Der Text ist auch erschienen auf www.cicero.de/alexanderplatz.php Mehr Informationen auf www.cicero.de Über den Autor finden Sie mehr auf www.a-goerlach.com CSU-Karikaturen finden Sie hier Weiteres: Martina Fietz: Die Union hat ein CSU-Problem Interview mit dem Politologen Karl-Rudolf Korte: "Stoiber ist keine machtpolitische Alternative" Hannes Burger: Die Bayern wollen Seehofer Video: Das CSU-Lied Bildergalerie: Die CSU nach dem Sturz von Edmund Stoiber
Edmund Stoiber ließ die Öffentlichkeit wissen, die Transrapid-Strecke zum Münchner Flughafen werde gebaut - aber Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee zog das Projekt wieder in Zweifel. Ja, wie nun? Im stern.de-Interview redet CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer Tacheles.
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Edmund Rüdiger Stoiber ist ein deutscher Politiker. Von 1993 bis 2007 war er Ministerpräsident des Freistaates Bayern und von 1999 bis 2007 Vorsitzender der CSU. Seit 2007 ist er Ehrenvorsitzender der CSU. Mit Stoiber als Spitzenkandidaten erreichte die CSU bei der bayerischen Landtagswahl 2003 das nach Sitzverteilung beste Ergebnis, das je bei einer Landtagswahl in der Bundesrepublik erzielt wurde. Bei der Bundestagswahl 2002 war er Kanzlerkandidat der Union. Seit November 2007 ist Stoiber i...