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Als Wunderknabe wurde Siemens-Chef Klaus Kleinfeld einst gefeiert. Jetzt ist er für viele eine Ikone der Gier. In Berlin, vor wichtigen Freunden, hat der Umstrittene Kraft getankt.
Wilde Gerüchte um Siemens-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme: Die "Wirtschaftswoche" will erfahren haben, dass er den Vorstandsvorsitz übernimmt. Doch aus dem Umfeld Cromes heißt es dazu auf stern.de-Nachfrage: "Absoluter Blödsinn".
Auf seinem Platz in der Münchner Olympiahalle wird es für Klaus Kleinfeld heute unbequem: Der Siemens-Konzernchef wird sich harsche Kritik von den Anlegern anhören müssen. Wegen der Schmiergeldaffäre drohen sie damit, den Vorstand nicht zu entlasten.
Klaus Kleinfeld, Chef des mit Schmiergeldvorwürfen konfrontierten Technologiekonzerns Siemens, hatte nach eigenen Angaben bereits Ende Januar Kenntnis von einem verdächtigen Konto. Er bezeichnete die Praktiken als kriminelle Handlungen.
Nach Geständnissen aller Beschuldigten wurden die Haftbefehle gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Die Pleite der früheren Siemens-Handysparte BenQ und die aktuelle Schmiergeld-Affäre haben jedoch das Ansehen von Siemens-Vorstandschef Klaus Kleinfeld ordentlich ramponiert.
Der frühere Siemens-Chef Heinrich von Pierer soll laut einem Zeitungsbericht wegen des Korruptionsskandals sechs Millionen Euro Schadenersatz an das Unternehmen zahlen. Von zehn weiteren Ex-Vorstandsmitgliedern verlange Siemens jeweils zwischen einer Million und fünf Millionen Euro, darunter auch von Pierers Nachfolger Klaus Kleinfeld.
Der frühere Siemens-Chef Klaus Kleinfeld hat gefasst auf die Ankündigung des Elektronikkonzerns reagiert, Schadenersatz gegen ihn geltend machen zu wollen. Er setze dagegen lieber auf das deutsche Rechtssystem, so Kleinfeld.
Siemens verlangt von elf ehemaligen Zentralvorständen im Zuge der Korruptions- und AUB-Affären Schadenersatz - ein einmaliger Vorgang in der deutschen Wirtschaftsgeschichte. stern.de erklärt die Hintergründe der Klage und was sich das Unternehmen davon erhofft.
Siemens verlangt wegen des milliardenschweren Schmiergeldskandals Schadenersatz von ehemaligen Zentralvorständen. Neben den Ex-Konzern-Bossen Heinrich von Pierer und Klaus Kleinfeld will der Technologie-Konzern neun weitere Spitzenmanager verklagen.
Bisher war Erlangen ein Synonym für Siemens. Doch nun geht es auch dem Geburtsort Heinrich von Pierers an den Kragen. Über 1000 Stellen werden abgebaut, obwohl sich die Mittelfranken vor Aufträgen kaum retten können.
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