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Für die Konservativen in der SPD kommt es jetzt knüppeldick: Im stern.de-Interview attackiert der hessische SPD-Wirtschaftsexperte Hermann Scheer die Genossen Peer Steinbrück und Frank-Walter Steinmeier. Außerdem skizziert er seine Vorstellungen von einer möglichen SPD-Minderheitsregierung in Hessen.
Der Entschluss von vier SPD-Abgeordneten, die Wahl von Andrea Ypsilanti zur hessischen Ministerpräsidentin zu verhindern, hält Hermann Scheer für Hochverrat. Im stern.de-Interview spricht das SPD-Vorstandsmitglied über Anstand und die plötzliche Entdeckung des politischen Gewissens.
Die Tage von Roland Koch als Ministerpräsident von Hessen scheinen gezählt. Andrea Ypsilanti hat es geschafft, ihren Landesverband beinahe geschlossen hinter sich zu bringen. Nun darf sie mit dem Segen ihrer Partei über eine rot-grüne Minderheitsregierung mit dunkelroter Duldung verhandeln.
In Frankfurt haben Parteirat, Landesvorstand und Landtagsfraktion der hessischen SPD fünf Stunden lang getagt und am Ende Geschlossenheit demonstriert. Doch im Saal flogen die Fetzen.
Andrea Ypsilanti will an die Macht in Hessen. Und wie, ist ihr egal. Gescheitert ist sie, weil sie in Wahrheit einen ganz alten politischen Stil pflegt. Der "neue Politikstil" entlarvt sich als floskelhaft.
Andrea Ypsilanti, Chefin der hessischen SPD, zugleich geliebt und gehasst, hat zwei Linksbündnisse konstruiert und gegen die Wand gefahren. Seitdem schwindet ihre Macht. Die Neuwahlen werden ihr politisches Schicksal besiegeln - fürs erste.
Während in Berlin alle streiten, ob sich Andrea Ypsilanti mit den Stimmen der Linkspartei zur Ministerpräsidentin wählen lassen soll, ist die Sache für die hessischen Genossen klar: Sie wollen, dass die 50-Jährige das Amt von Roland Koch übernimmt - ob mit den sechs Stimmen der Linkspartei oder ohne.
Wann das Polit-Chaos in Hessen ein Ende hat, wüsste wohl nicht einmal das Orakel von Delphi. Die vergangenen zwei Monate haben ihre Spuren hinterlassen bei Beinahe-Ministerpräsidentin Andrea Ypsilanti, die am frühen Wahlabend noch wie die strahlende Siegerin aussah. Nach zwei Wochen Pause betrat sie jetzt wieder die Bühne.
In der SPD rumort es von der Basis bis an die Spitze. Parteichef Beck hat mit seinen brisanten Äußerungen, Andrea Ypsilanti in Hessen möglicherweise auch mit den Stimmen der Linkspartei an die Macht bringen zu wollen, nicht nur seinen Stellvertreter Peer Steinbrück gegen sich aufgebracht.
Die hessische SPD-Abgeordnete Dagmar Metzger knickt womöglich unter dem Druck ihrer Partei ein. Sie will ihren Beschluss noch einmal überdenken - und den Weg für eine von den Linken gewählte Ministerpräsidentin Andrea Ypsilanti doch noch frei machen.
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Andrea Ypsilanti ist eine deutsche Politikerin und war von März 2003 bis Januar 2009 Vorsitzende des hessischen Landesverbandes ihrer Partei sowie von 2007 bis 2009 auch Vorsitzende der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag.