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Der bayerische Wirtschaftsminister Erwin Huber hat es geschafft. Mit einem Stimmanteil von 58,2 Prozent haben ihn die Delegierten des CSU-Parteitags zum neuen Parteichef und Nachfolger Edmund Stoibers gewählt.
Lange hat er in Bayern auf seine Chance gewartet, im Dunkeln des Machtsystems von Edmund Stoiber. Jetzt kommt Günther Beckstein ans Licht - und der Polizeiminister wandelt sich zum Landesvater, der geliebt werden will. Nahaufnahme eines Mannes, der milder ist, als er zugibt.
CSU-Chef Erwin Huber geht. Auch Generalsekretärin Christine Haderthauer wird abtreten. Und Günther Beckstein? Womöglich hatte Bayerns Ministerpräsident gehofft, als einziges Mitglied der Parteispitze sein Amt behalten zu können. Doch jetzt fordern immer mehr CSU-Politiker Becksteins Sturz.
Laut einer Umfrage ist die CSU in der Wählergunst auf 44 Prozent abgesackt. Die Zahl belegt einen Trend: Jahrzehntelang kannte die Partei nur absolute Mehrheiten. Doch jetzt entgleiten ihr die Menschen, die neue Führung reagiert hilflos. stern-Reporter Tilman Gerwien hat beobachtet, wie der letzte große Mythos der deutschen Politik ins Wanken gerät.
Entsetzen bei den Brauereien in Bayern: Die ARD verlässt Waldemar Hartmann. Um den Weißbier-Umsatz auch weiterhin anzukurbeln, soll jetzt "Waldis Bierclub" 24 Stunden im Internet auf Sendung gehen.
Waren die Behörden bei der Aufklärung der NSU-Mordserie auf dem rechten Auge blind? Bayerns Ex-Innenminister Beckstein kann bei seiner Befragung vor dem Untersuchungsausschuss keine Versäumnisse erkennen.
Der frühere bayerische Innenminister Günther Beckstein (CSU) hat Vorwürfe zurückgewiesen, die Ermittlungsbehörden hätten nach der Mordserie an Migranten einen möglichen rechtsextremen Hintergrund nicht intensiv genug verfolgt.
Mit einer Befragung des früheren bayerischen Innenministers Günther Beckstein setzt der Untersuchungsausschuss des Bundestages zu den Morden der rechtsextremen Zelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) heute seine Beweisaufnahme fort.
Die deutsche und internationale Presse betrachtet das miese Ergebnis in Bayern als ein Desaster für die CSU - und als eine Ohrfeige, mit deren Heftigkeit im Vorfeld niemand gerechnet hatte: die Kommentare zum christsozialen Waterloo.
Heimchen am Herd oder Heldin der Arbeit - die CSU tut sich schwer mit ihrem Frauenbild: Beim Sommerempfang der Frauenunion waren Emanzen-Töne Tabu. Dafür durfte sich Ministerpräsident Günther Beckstein als echter Schwiegersohn-Typ präsentieren.
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Günther Beckstein ist ein deutscher Politiker. Von 1993 bis 2007 war Beckstein bayerischer Staatsminister des Innern unter Edmund Stoiber sowie von 2007 bis 2008 Bayerischer Ministerpräsident.