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Der bayerische Wirtschaftsminister Erwin Huber hat es geschafft. Mit einem Stimmanteil von 58,2 Prozent haben ihn die Delegierten des CSU-Parteitags zum neuen Parteichef und Nachfolger Edmund Stoibers gewählt.
Sie hatte Pläne ohne Ende. Erst stieg Gabriele Pauli bei der CSU aus und bei den Freien Wählern ein. Nun will sie in den Bundestag - mit einer eigenen Partei. Die Freien Wähler hatten die Faxen dicke und schmissen sie kurzerhand raus. Hans Peter Schütz wundert es nicht. Ein Kommentar.
Das ging schnell: Knapp ein Jahr nach der Gründung der Freien Union hat die Bundesvorsitzende Gabriele Pauli überraschend ihren Rücktritt erklärt. Sie ziehe sich aus der Spitzenposition im Vertrauen darauf zurück, "dass andere jetzt an die Stelle treten können", sagte sie.
Gabriele Pauli hat ihr Ziel erreicht. Edmund Stoiber hat seinen Rücktritt angekündigt, ganz wie es die Fürther Landrätin wünschte - und das nur rund eine Stunde, bevor das lange erwartete Treffen zwischen Stoiber und Pauli in der Münchner Partei-zentrale stattfand.
Mit dem neuen Chef Erwin Huber und dem designierten Ministerpräsidenten Günther Beckstein hat in der CSU ein Duo die Führung übernommen, das einen nüchternen Stil prägen wird. Die Krise der CSU kann das nicht überdecken: Zwar steht Gabriele Pauli im Abseits, die Partei aber braucht Paulianer.
Vergangene Woche war sie bei den "Freien Wählern" rausgeflogen, jetzt hat Gabriele Pauli ihre eigene Partei gegründet. Die "Freie Union" fordert in ihrem Wahlprogramm unter andrem eine Direktwahl des Bundeskanzlers und eine bundesweite Abstimmung über das Grundgesetz.
Derzeit wird ständig über neue politische Gruppierungen spekuliert. Doch auf dem Weg dahin lauern reichlich viele Fallstricke. Ein Leitfaden zum Aufbau einer neuen Partei.
Sie war die Frau, die Edmund Stoiber stürzte, die sich als furchtlose Rebellin wider die CSU-Herren inszenierte. Am Sonntag will Gabriele Pauli in den bayerischen Landtag einziehen, für die Freien Wähler. Bei einem Auftritt in Nürnberg machte sie dafür sogar einem früheren Erzfeind ein Angebot.
Der Streit zwischen der Fürther Landrätin Gabriele Pauli (CSU) und dem Hamburger Magazin "Park Avenue" um die Veröffentlichung der "Latex-Fotos" ist beigelegt. Gabriele Pauli hat sowohl ihre Klage als auch ihre Presseratsbeschwerde zurückgezogen.
Es bleibt dabei: Die Bundestagswahl findet ohne Gabriele Paulis Freie Union und "Die Partei" des Satirikers Martin Sonneborn statt. Die beiden vom Bundeswahlausschuss abgelehnten Splitterparteien scheiterten mit ihren Eilanträgen in Karlsruhe.
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