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Wegen des schweren Transrapid-Unglücks im Emsland mit 23 Toten vom September 2006 sind zwei ehemalige Fahrdienstleiter zu Bewährungsstrafen von einem Jahr und einem Jahr und sechs Monaten verurteilt worden.
Im Prozess um das Transrapid-Unglück mit 23 Toten ist ein schnelles Urteil gefallen: Die beiden angeklagten Fahrdienstleiter haben ihr Fehlverhalten gestanden und um Entschuldigung gebeten. Sie wurden zu Bewährungsstrafen verurteilt
Wenn Prestigeprojekte zum Lacher werden: Der Flughafen Berlin Brandenburg wird mal wieder nicht fertig. Und er steht nicht allein - die größten Planungspannen Deutschlands in der Übersicht.
Edmund Stoiber, ehemaliger Ministerpräsident Bayerns, ist über das endgültige Scheitern seines Prestigeprojekts Transrapid enttäuscht. Vor allem für Bayern sei es schmerzlich, sagt er. Die plötzliche Kostenexplosion für die Magnetbahn ist für ihn unerklärlich.
Nordrhein-Westfalen soll rund drei viertel des Transrapid-Bundeszuschusses von 2,3 Milliarden Euro erhalten, Bayern den Rest. Das hat Bundesverkehrsminister Bodewig bekannt gegeben.
In Deutschland ist der Transrapid gescheitert. Alle Hoffnungen ruhen daher auf China, wo die einzige kommerzielle Strecke der Welt betrieben wird. Und von dort kommt gute Kunde: Die Regierung in Peking will die Strecke verlängern.
Die Transrapid-Strecke in Bayern ist gescheitert. Damit ist Stoibers "Abschiedgeschenk" endgültig vom Tisch. Florian Pronold, der stellvertretende Landesvorsitzender der Bayern-SPD, spricht im Interview mit stern.de von einer kopflosen CSU und weiß auch schon, was er mit der eingesparten Milliarde machen würde.
Aus für die Münchner Magnetschwebebahn: Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee teilte nach einem Krisentreffen mit, dass die Transrapid-Strecke vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen nicht gebaut wird. Neue Kosteneinschätzungen hätten den Finanzrahmen gesprengt.
Die Magnetbahn Transrapid zum Münchner Flughafen wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht gebaut. Grund sei die enorme Kostensteigerung: Statt der bisher veranschlagten 1,85 Milliarden Euro soll das Projekt deutlich mit mehr als drei Milliarden Euro zu Buche schlagen.
Im Prozess um das Unglück des Transrapids sind die beiden Betriebsleiter der Teststrecke wegen fahrlässiger Tötung zu Geldstrafen verurteilt worden. Die Verteidigung will in Revision gehen. Die Staatsanwaltschaft prüft Ermitlungen gegen weitere Transrapid-Mitarbeiter.
Vor dem Landgericht Osnabrück ist der Transrapid-Prozess eröffnet worden. Angeklagt wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung sind die Betriebsleiter Günter S. und Jörg M., die am ersten Tag brisante wie schockierende Details schilderten.
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