Ticker: Jeder zweite Flug ausgefallen

21. April 2010, 08:17 Uhr

Die Behinderungen im europäischen Luftverkehr durch die Aschewolke aus Island lassen langsam nach. Die aktuellen Entwicklungen im stern.de-Live-Ticker.

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Gestrichene Flüge, wie hier in Frankfurt. Ein übliches Bild bis zum Montag. Doch jetzt kommt wieder Bewegung in den Himmel©

Die Behinderungen im europäischen Luftverkehr durch die isländische Aschewolke lassen langsam nach. In zahlreichen Ländern sind die Flugverbote inzwischen aufgehoben, auch in Deutschland soll der Luftraum ab 11 Uhr wieder komplett freigegeben werden. Zu Behinderungen wird es jedoch noch kommen. Die aktuellen Entwicklungen im stern.de-Live-Ticker.

11.55 Uhr: Jeder zweite Flug ausgefallen

In den sechs Tagen mit Flugverboten an Europas Himmel ist mehr als jeder zweite Flug gestrichen worden. Seit Beginn der Asche-Gefahr am vergangenem Donnerstag fielen mehr als 100 000 Verbindungen aus - normalerweise hätten in dieser Zeit rund 190.000 Flüge über Europa abgewickelt werden sollen. Diese erste Bilanz zog die europäische Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol am Mittwoch in Brüssel.

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11.21 Uhr: Vulkanasche: Wetterdienst gibt Entwarnung

Die Meteorologen geben Entwarnung: Weil der Wind dreht, wird die Vulkanasche aus Island in den kommenden Tagen über den Atlantik nach Nord-Nordost getrieben. "Mitteleuropa wird nicht mehr betroffen sein", sagte Ansgar Engel vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Mittwoch. "Die Rutschbahn von Island hier runter ist vorbei." Über dem Atlantik entwickle sich gegen Ende der Woche ein Tief, daher sei die genaue Strömungsrichtung zunächst unklar. Außerdem werden Schauer erwartet, die die Asche aus der Luft waschen könnten. Auch am Vulkan wird es ruhiger. "Er spuckt zwar noch, aber nicht mehr in große Höhen und in der Masse wie bisher", sagte der DWD-Experte.

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10.31 Uhr: 1,7 Milliarden Dollar Einnahmeausfälle für die Fluglinien

Die bisherigen Einnahmeausfälle der Fluglinien wegen der Startverbote belaufen sich nach Schätzungen des Internationalen Flugverbandes IATA auf etwa 1,7 Milliarden Dollar (1,26 Milliarden Euro). Allein für der Zeitraum zwischen dem 17. und 19. April, als die meisten Lufträume geschlossen waren, wurde ein Schaden von 400 Millionen Dollar am Tag errechnet, wie die IATA am Mittwoch in Genf und Berlin mitteilte.

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10.05 Uhr: Alle deutsche Flughäfen ab 11 Uhr offen

An allen deutschen Flughäfen soll der Flugbetrieb ab 11.00 Uhr wieder komplett aufgenommen worden. Elf internationale Airports in Deutschland wurden bereits geöffnet, die übrigen sollen am späten Vormittag folgen, wie eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS) am Mittwoch sagte.

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9.40 Uhr: Flugsicherung gibt Luftraum weitgehend frei

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat den wegen Vulkanasche gesperrten Luftraum über Deutschland weitgehend wieder freigegeben. Das teilte die DFS am Mittwoch in Langen bei Frankfurt mit. Gesperrt waren am Vormittag nur noch die Flughäfen in Dresden, Leipzig, Erfurt und Münster. Die Flugsicherung rechnet mit einer kompletten Freigabe bis zur Mittagszeit.

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9.17 Uhr: Britische Flughäfen öffnen

Auch nach dem Ende des Flugverbots in Großbritannien gibt es noch große Behinderungen. Zwar waren Flughäfen wie London Heathrow am Mittwoch nach sechs Tagen Stillstand wieder geöffnet - aber an dem wichtigen Drehkreuz waren am Morgen die meisten Flüge noch gestrichen. Ein Sprecher von BAA, dem Betreiber von Flughäfen wie Heathrow und Stansted, rief Passagiere dazu auf, vor dem Abflug ihre Airline zu kontaktieren. Der Reiseverband Abta warnte, dass es lange dauern könne, bis sich die Situation normalisiere. Flugzeuge und auch Besatzungen seien nicht an den Orten, wo sie gebraucht würden. British Airways wollte am Mittwoch alle Langstreckenflüge von Heathrow und London-Gatwick aufnehmen, jedoch bis zum Mittag Kurzstreckenflüge an den Londoner Flughäfen streichen. Der britische Billigflieger Easyjet wollte "einige" Flüge in Europa und Großbritannien wieder aufnehmen.

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8.40 Uhr: Lufthansa-Chef kündigt 500 Flüge an

Lufthansa-Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber rechnet damit, dass die Fluggesellschaft am Mittwoch rund 500 Flüge durchführen kann. Er sagte am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin": "Die Deutsche Flugsicherung hat bekanntgegeben, dass der Himmel wieder aufgemacht werden soll. Wir werden unser System so weit wie möglich hochfahren."

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8.25 Uhr: Flughafen Frankfurt bleibt vorerst dicht

Wegen der Vulkan-Aschewolke bleibt der Flughafen Frankfurt bis auf weiteres für den allgemeinen Flugverkehr geschlossen. Nur die Flughäfen in Hamburg, Bremen, Hannover und Berlin bleiben für den normalen Betrieb vorerst geöffnet, wie eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung am Mittwochmorgen sagte. Für alle weiteren Airports sei keine feste Uhrzeit für eine allgemeine Öffnung festgelegt worden. Die Lage werde laufend überprüft und angepasst.

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7.07 Uhr: Kaum noch Asche aus dem Vulkan

Europas Luftfahrt droht vorerst keine neue Vulkanasche aus Island. Wie das Meteorologische Institut in Reykjavik am Mittwochmorgen mitteilte, stößt der Vulkan unter dem Eyjafjalla-Gletscher wie am Vortag nur noch wenig Rauch mit Asche aus. Die Rauchsäule erreicht nur noch eine Höhe von drei Kilometern.

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7.06 Uhr: Finnischer Luftraum bis auf weiteres offen

Finnland gibt seinen Luftraum wieder frei. Die Regelung gelte bis auf weiteres, teilte der Flughafenbetreiber Finavia am Mittwoch mit. Ab 11 Uhr MESZ werde der Betrieb an den meisten Flughäfen - mit Ausnahme von Mariehamn - wieder aufgenommen. Am Dienstagabend hatte das Land den Luftraum bereits ab einer gewissen Höhe zum Überflug freigegeben.

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6.22 Uhr: Flugsicherung macht Hoffnung

Die Deutsche Flugsicherung sieht "gute Chancen", dass bis zum späten Abend alle Lufträume über Deutschland wieder verfügbar sein werden. Dies teilte die Behörde am Mittwochmorgen mit. Im Laufe des Vormittags würde weiterer Luftraum freigegeben. Damit können Flugzeuge an immer mehr deutschen Airports nach Instrumentenflugregeln starten und landen.

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1.51 Uhr: Deutscher Luftraum bleibt bis 8 Uhr gesperrt

Der Luftraum über Deutschland bleibt bis Mittwoch, 8 Uhr, für Instrumentenflüge geschlossen. Das teilte die Deutsche Flugsicherung in der Nacht mit. Vorerst könnten nur die Flughäfen Bremen, Hamburg, Berlin-Tegel und Schönefeld nach Instrumentenflugregeln an- und abgeflogen werden.

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Mittwoch, 00.14 Uhr: Luftfahrt-Chef hält europäischen Luftraum für sicher

Der Präsident der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) hat den Luftraum über Europa für sicher erklärt. "Jetzt wo die Behörden entschieden haben, den Flugverkehr über Europa wieder aufzunehmen, ist es sicher. Wenn ich jetzt über Europa fliegen müsste, würde ich es tun", sagte Roberto Kobeh González aus Mexiko.

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23.27 Uhr: Verletzte Soldaten wieder daheim

Nach der Freigabe des europäischen Luftraumes für Sichtflüge mit Sondergenehmigungen sind auch die in Afghanistan verletzten Bundeswehrsoldaten nach Deutschland zurückgekehrt. Ein Flugzeug brachte die fünf Männer am Dienstagabend von ihrer Zwischenstation Istanbul nach Köln-Wahn. Von dort aus wurden sie mit Fahrzeugen ins Bundeswehrkrankenhaus Koblenz transportiert, wie das Verteidigungsministerium in Berlin mitteilte.

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23.07 Uhr: Bremen und Hamburg bis 8 Uhr geöffnet

Auf den Flughäfen in Hamburg und Bremen ist bis 8 Uhr am Mittwochmorgen regulärer Flugverkehr möglich. Für alle anderen deutschen Flughäfen bleibt zunächst bis 2 Uhr das Flugverbot bestehen, wie die Deutsche Flugsicherung in Langen am späten Abend mitteilte. Sichtflüge sind dort je nach Wetterlage aber weiterhin möglich.

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22.03 Uhr: Britischer Luftraum öffnet wieder

Der britische Luftraum öffnet nach fünf Tagen Stillstand am Dienstagabend wieder. Ab 22 Uhr (23 Uhr MESZ) würde das Flugverbot über Großbritannien aufgehoben, teilten die zivile Luftfahrtbehörde Civil Aviation Authority und Verkehrsminister Andrew Adonis mit. Einige wenige Einschränkungen sollen allerdings noch gültig bleiben. Ein Sprecher des Flughafens in London-Heathrow, Europas größtem Drehkreuz, sagte, sie seien bereit, wieder zu öffnen. Passagiere sollten vor dem Abflug dennoch ihre Airline kontaktieren. Nicht alle Flüge würden gleich zu Beginn wieder aufgenommen.

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21.59 Uhr: Polen hebt Flugverbot Mittwoch auf

In Polen dürfen ab Mittwochmorgen wieder Flugzeuge starten und landen. Der Luftraum wird ab 7 Uhr geöffnet, wie die Behörde für Flugnavigation am Abend mitteilte. Die Fluggesellschaft LOT erklärte, als erste sollten am Vormittag Maschinen aus den USA eintreffen.

19.39 Uhr: Oberer Luftraum wieder frei

Während in Deutschland der Luftraum vorerst gesperrt bleibt und nur Flüge auf Sicht unterhalb von 3000 Metern erlaubt sind, sieht es weiter oben am Himmel besser aus: Nach Angaben der europäischen Flugsicherheitsagentur Eurocontrol ist der gesamte Luftraum in Europa oberhalb von 20.000 Fuß (6.100 Metern) freigegeben. Ausgenommen sei lediglich Finnland, wo noch ein vollständiges Flugverbot gelte, teilte Eurocontrol am Abend mit. In knapp 75 Prozent des Luftraums seien alle Beschränkungen aufgehoben worden.

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Aschewolke Atlantik Passagiere
KOMMENTARE (5 von 5)
 
REINI2 (21.04.2010, 18:43 Uhr)
Verschrottet doch die Flugzeuge....
Übrigens...Flugzeuge fallen vom Himmel.....wegen Wartungs-Konstruktions-Material-oder Pilotenfehler!

Wegen einer Aschewolke mit so schwacher Konzentration an Schadstoffen ist noch KEIN Flieger vom Himmel gefallen!
Oder kann einer etwas anderes nachweisen!??
Da muss man schon durch die dunkelste Wolke fliegen, die man findet.....
Es wird kein Flugzeug wegen der Asche von Himmel fallen....weder jetzt noch übermorgen!
REINI2 (21.04.2010, 18:30 Uhr)
olga1805 (20.04.2010, 18:39 Uhr)
Würdest du mal nachdenken könntest du es erkennen:
Politiker wollen nur eines... KEINE Verantwortung übernehmen!
Das was sich so nach
<Schutz des Volkes vor einem großen Unglück>
anhört ist nichts anderes als SELBSTSCHUTZ!

Die wissen nicht mal, wie groß die Partikel sind, WIE VIEL Partikel herum schwirren, und ab WANN es gefährlich wird!
Hauptsache man sperrt alles ab! Das ist so, als würde die Feuerwehr löschen, obwohl es noch gar nicht brennt!
Hauptsache man löscht.... es könnte ja anfangen zu brennen!

Tatsache ist, dass man in ganz Europa keinen PLAN für solch eine Situation hatte!
Man muss schon studiert haben, um solch Unfähigkeit auch noch zu loben!
Oder.... Medien die auf der Seite der Politiker stehen!

Heiner1010 (20.04.2010, 19:20 Uhr)
Wichtig, Wichtig
Pressemeldungen wie "Staub im Triebwerk, aber keine Vulkanasche" passt genau in einen solchen von der Bild-Zeitung abgekupferten "Live-Ticker"!
Ich frage mich, wer so eine Presseinfo ohne Inhalt verschickt - gleich mit der Bestätigung, dass es sich um was alltägliches handelt.
Wird der Stern demnächst dieser Web 2.0 - Persiflage über jede Flugzeuglandung berichten?
olga1805 (20.04.2010, 18:39 Uhr)
Genau, dass sehe ich aber auch so.
Wie kann man gegen eine Maßnahme vorgehen die einzig und allein der Schutz aller beinhaltet. Scheinbar macht die Asche doch mehr Schaden als man denkt. Bei einigen streikt schon das Gehirn.
h.o.n.k. (19.04.2010, 09:33 Uhr)
Lasst sie doch abheben
Wenn die ersten drei wieder runtergefallen sind, erledigt sich der Protest von alleine.
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