Ticker: British Airways beendet Testflug ohne Probleme

16. April 2010, 10:49 Uhr

Der Ausbruch des Vulkans unter dem isländischen Eyjafjalla-Gletscher legt den europäischen Luftverkehr lahm. Die aktuellen Entwicklungen im stern.de-Live-Ticker.

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Viele Flüge in Europa werden gestrichen©

Durch den Vulkanausbruch unter dem isländischen Eyjafjalla-Gletscher ist der europäische Flugverkehr nahezu zum Erliegen gekommen. Die Aschewolke breitet sich über Europa aus, immer mehr Flughäfen schließen. Die aktuellen Entwicklungen im stern.de-Live-Ticker.

04:09 Uhr British Airways beendet Testflug ohne Probleme

Eine Maschine der British Airways hat am Sonntagabend einen fast dreistündigen Testflug ohne Probleme absolviert. Die Boeing 747, die von London-Heathrow startete, landete um 20.41 Uhr Ortszeit (21.41 Uhr MESZ) sicher auf dem Flughafen von Cardiff in Wales. "Die Bedingungen waren perfekt, und es gab keine Schwierigkeiten", sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft laut einer Meldung der britischen Nachrichtenagentur PA. Der Jumbojet mit BA-Chef Willie Walsh an Bord sei etwa eine Stunde lang auf einer Höhe von mehr als 12.000 Meter geflogen. Eine eingehende Untersuchung soll nun Erkenntnisse über mögliche Auswirkungen der Vulkanaschewolke bringen.

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02:41 Uhr: Deutsche Flughäfen mindestens bis 14 Uhr geschlossen

Nach dem Vulkanausbruch in Island wird es mindestens bis Montagnachmittag keine Flüge mehr in Deutschland geben. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) verlängerte die Sperrung des Luftraums bis Montag, 14.00 Uhr, wie die Behörde am Sonntagabend mitteilte.

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01:34 Uhr: Gespräche in Athen wegen Aschewolke frühestens Mittwoch

Die Aschewolke verzögert auch die Gespräche über das Milliarden-Hilfspaket für das hochverschuldete Griechenland. Die zunächst ab Montag in Athen geplanten Gespräche zwischen der Regierung und Gesandten von EU und IWF sollen nun falls möglich ab Mittwoch stattfinden, erklärte das griechische Finanzministerium am Sonntag. Griechenland hatte die Gespräche veranlasst, um Details des von der Euro-Zone anvisierten Hilfspaketes über 45 Milliarden Euro zu klären.

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00:39 Uhr: Österreich hebt Flugverbot auf

In Österreich dürfen ab Montagmorgen wieder Flugzeuge starten und landen. Die Sperrung des Luftraums werde um 5.00 Uhr aufgehoben, meldete die Nachrichtenagentur Apa. Welche Flüge durchgeführt und welche Ziele angeflogen würden, liege in der Verantwortung der Fluggesellschaften, sagte ein Sprecher der Flugsicherung Austro Control. Die aktuellen Prognosekarten und der Umstand, dass bei Überstellungsflügen keine Schäden an der Außenhaut oder den Triebwerken der Maschinen aufgetreten seien, ließen darauf schließen, "dass derzeit keine Gefahr durch Asche- und Staubpartikel gegeben ist".

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00:37 Uhr: Ryanair streicht bis Mittwoch 13 Uhr alle Flüge in Nordeuropa

Europas größter Billigflieger Ryanair streicht wegen der Aschewolke alle Flüge in Nordeuropa bis Mittwoch 13.00 Uhr. Die Entscheidung sei aufgrund von Wetterprognosen getroffen worden, die Wind aus nordwestlicher Richtung voraussagen, erklärte Ryanair am Sonntag. Zudem soll dies den Passagieren genug Zeit geben, um ihre Flüge umbuchen oder stornieren zu können. "Ryanair hofft, dass der Flugplan ab Mitte der Woche zur Norm zurückkehrt", erklärte die Fluglinie.

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19:30 Uhr: Flugverbot weitgehend bis 2.00 Uhr verlängert

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat das Flugverbot an den deutschen Flughäfen weitgehend bis 2.00 Uhr am Montagmorgen verlängert. Ausnahmen gelten für Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld, die voraussichtlich bis Sonntagabend 22.00 Uhr betrieben werden können, wie Sprecherin Kristina Kelek in Langen bei Frankfurt mitteilte. Die bislang bis 20.00 Uhr geöffneten Flughäfen, wie zum Beispiel Frankfurt, werden dann ebenfalls zunächst bis 2.00 Uhr geschlossen. "Bis dahin reichen unsere Prognosen", erläuterte eine andere DFS- Sprecherin. Hintergrund ist den Angaben zufolge, dass die Aschewolken sich wieder geschlossen hätten.

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18:36 Uhr: Mehr Züge auch am Montag

Wegen der Sperrung der deutschen Flughäfen stockt die Bahn auch am Montag ihr Angebot auf. "Wir fahren mit allem, was wir haben", versicherte ein Konzernsprecher am Sonntagabend. Zudem werde an den Bahnhöfen wie schon am Wochenende wieder mehr Personal eingesetzt als üblich. Weil der Flugverkehr über Deutschland wegen der Aschewolke aus Island seit Tagen lahm liegt, waren Bahnhöfe und Züge schon am Wochenende überfüllt. Reisenden, die ihre Fahrt nicht unbedingt am Montagmorgen antreten müssen, empfiehlt die Bahn ein Ausweichen auf die Mittagsstunden. Am Montagmorgen ist der Andrang bei der Bahn traditionell sehr groß.

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18:00 Uhr: Lufthansa streicht alle Flüge bis Montagvormittag

Bei der Lufthansa wird trotz der vorübergehenden Lockerung des Flugverbotes vor Montag, 11:00 Uhr, kein Flugzeug starten oder landen. Bis zu diesem Zeitpunkt seien alle innerdeutschen Flüge annulliert worden, sagte ein Airlines-Sprecher. Alle europäischen und Interkontinentalflüge seien bis Montag, 14:00 Uhr, gestrichen worden. Mit der sehr kurzfristigen Öffnung verschiedener Flughäfen ohne Vorlauf sei weder der Fluggesellschaft noch den Passagieren gedient, sagte der Sprecher.

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17:40 Uhr: Berlusconi kommt nicht nach Hannover

Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat seine Teilnahme am Eröffnungsrundgang der Hannover Messe am Montag abgesagt. Grund seien die Flugverbote nach dem Vulkanausbruch in Island, teilte das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung am Sonntag mit. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) werde aber wie geplant am Montag einen Rundgang über die Hannover Messe machen. Schon zuvor war beschlossen worden, die ursprünglich für diesen Sonntag in Hannover geplanten deutsch-italienischen Regierungskonsultationen zu verschieben.

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17:08 Uhr: Niki Lauda unternimmt Testflug

Während die österreichischen Flughäfen weiterhin wegen der Vulkanaschewolke aus Island gesperrt sind, haben der ehemalige Formel-1-Rennfahrer und Airline-Chef Niki Lauda ("Fly Niki") und die Austrian Airlines (AUA) am Sonntag Testflüge unternommen. Die AUA machte sich mit den Vorständen Peter Malanik und Andreas Bierwirth an Bord auf den Weg nach Graz, Fly Niki steuerte - mit Lauda im Cockpit - Salzburg an. Die Flüge waren genehmigt, aber Passagiere durften auf Anweisung der Gesellschaft für Zivilluftfahrt "Austro Control" nicht mitfliegen. "Ich persönlich verstehe es nicht, aber ich halte mich selbstverständlich daran", erklärte Lauda.

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17:07 Uhr: Flughafen Frankfurt bis 20 Uhr offen

Die Flughäfen Frankfurt am Main und Hahn im Hunsrück sind bis Sonntagabend für Starts und Landungen in Richtung Norden geöffnet worden. Die Freigabe gelte bis 20:00 Uhr, sagte eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung.

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16:40 Uhr: Hamburger Flughafen bleibt geschlossen

Der Flughafen Hamburg wird doch nicht vorläufig für den Flugverkehr freigegeben. Wie die Deutsche Flugsicherung (DFS) am Sonntagnachmittag mitteilte, wurde eine zeitweise günstige Prognose wegen der Wolke aus Vulkanasche wieder korrigiert. Flüge von oder nach Hamburg habe es bis dahin nicht gegeben. Bis zunächst 20.00 Uhr geöffnet blieben demnach zunächst die fünf Flughäfen Berlin-Tegel, Berlin-Schönefeld, Erfurt, Leipzig und Hannover.

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16:31 Uhr: Piloten kritisieren Sperrung des Luftraums

Nach den Fluglinien wenden sich jetzt auch die Piloten gegen das Flugverbot über Deutschland. Die Pilotenvereinigung Cockpit kritisierte, dass der Luftraum ohne eigene Messungen der Aschekonzentration gesperrt wurde. Cockpit-Sprecher Jörg Handwerg sagte dem "Tagesspiegel", eigentlich sei er davon ausgegangen, dass vor einer solchen Entscheidung "entsprechend sauber recherchiert" werde. Wenn die ersten Testflüge des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums jedoch erst am Montag stattfinden, "ist das natürlich spät".

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15:58 Uhr: Flugsicherung lockert Verbote

Die Deutsche Flugsicherung hat die Sperrung der Lufträume an sechs deutschen Flughäfen gelockert. In Berlin- Schönefeld, Berlin-Tegel, Erfurt, Leipzig, Hamburg und Hannover seien wieder Flüge bis Sonntagabend 20:00 Uhr eingeschränkt möglich, sagte Sprecherin Kristina Kelek.

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15:29 Uhr: Sicherheit hat für Ramsauer höchste Priorität

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer rechnet auch für die nächsten Tage noch mit einer Sperrung des Luftraums über Deutschland und weiten Teilen Europas. In der "Bild"-Zeitung wies der CSU-Politiker zugleich die Kritik mehrerer Fluggesellschaften an dem Flugverbot zurück. Er sei "kein Panikminister", sondern halte sich strikt an internationale Vorgaben, wie im Falle von Vulkanasche vorzugehen sei. Alles andere wäre unverantwortlich.

"Bei allem Verständnis für die Klagen der Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber über Umsatz- und Gewinneinbußen - das Geschrei möchte ich hören, wenn etwas passieren würde", sagte der Minister. Für ihn habe die Sicherheit der Passagiere oberste Priorität.

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15:20 Uhr: Geschafft! Merkel ist in Berlin angekommen

Endlich hat sie es geschafft: Nach einer tagelangen Odyssee durch Europa ist Kanzlerin Angela Merkel wieder in Berlin angekommen. Das bestätigte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Sonntag. Merkel kam gegen 15 Uhr mit zweitägiger Verspätung an. Sie wollte ursprünglich am Freitagmittag von ihrer USA-Reise zurück sein. Weil die Vulkanasche aus Island den Flugverkehr lahmlegte, legte sie mit ihrer Delegation in Lissabon einen Zwischenstopp ein und flog dann nach Rom. Danach fuhr Merkel per Limousine weiter nach Bozen. Nach einer Übernachtung startete sie von dort nach Berlin.

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15:00 Uhr: Guttenberg trifft vor Merkel in Berlin ein

Er hat es vor Merkel geschafft: Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist in Berlin angekommen - nach einer Odyssee durch Europa per Propellerflugzeug und mit Kleinbussen. Von Istanbul aus ist der Minister mit Bussen der jeweiligen deutschen Botschaften zunächst auf der Straße durch Bulgarien und Rumänien nach Ungarn gereist. Dann hat ein Propellerflugzeug Guttenberg im Sichtflug von Budapest nach Berlin zurückgebracht. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat inzwischen die deutsche Grenze passiert.

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14:40 Uhr: EU beruft Ministerkonferenz ein

Die Europäische Union hat aufgrund des Chaos in der Luftfahrt eine Sonderkonferenz der Verkehrsminister einberufen. Wie die spanische EU-Ratspräsidentschaft in Madrid mitteilte, soll die Sitzung an diesem Montag per Videokonferenz abgehalten werden. Die Verkehrsminister der EU-Staaten sollen dabei über die Folgen der Aschewolke nach dem Vulkanausbruch in Island beraten, sagte der spanische Verkehrsminister José Blanco. Außerdem solle bei der Konferenz über mögliche Alternativen zum Flugverkehr gesprochen werden.

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13:32 Uhr: Busverkehr läuft auf Hochtouren

Die Sperrung des europäischen Luftraums hat den Fernbus-Unternehmern einen ungeahnten Kundenansturm beschert. Allein die Deutsche Touring GmbH hat nach eigenen Angaben ihre Flotte auf rund 800 Busse vervierfacht, berichtete Geschäftsführer Michael Svedek am Sonntag in Frankfurt. Die zusätzlichen Fahrzeuge würden bei privaten Busunternehmen zugechartert. "Bei uns rollt alles, was Räder hat", sagte der Busunternehmer. Natürlich würden dabei die geltenden Sicherheitsbestimmungen eingehalten.

Besonders gefragt seien Verbindungen nach London, gefolgt von Paris, Barcelona und Kopenhagen. Auf die britische Insel kommen die Passagiere allerdings nur mit Problemen, weil die Kapazitäten auf den Fähren und im Kanaltunnel begrenzt sind. "Die Linienbusse haben festgebuchte Plätze auf den Fähren, aber beim fünften Ersatzbus kann es eng werden", sagte Svedek. Die Passagiere müssten sich auf stundenlange Wartezeiten in den Kanalhäfen einrichten.

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13:01 Uhr: Forscher wollen Aschewolke untersuchen

Deutsche Atmosphärenforscher wollen am Montag in die Aschewolke fliegen und erstmals verlässliche Daten für das seit Freitag verhängte Flugverbot sammeln. "Wir bereiten solch einen Messflug bis in 10 Kilometer Höhe vor", bestätigte ein Sprecher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) am Sonntag in Oberpfaffenhofen. In das Atmosphärenforschungsflugzeug "Falcon 20" werden dem Sprecher Andreas Schütz zufolge derzeit spezielle Messinstrumente eingebaut, um die Dichte der Asche-Partikel je Kubikmeter Luft zu messen, die von dem Vulkan-Ausbruch in Island stammen. Zunächst müsse aber das Luftfahrtbundesamt eine Genehmigung für den Flug erteilen.

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12:21 Uhr: Flughafen Mallorca geschlossen

Wegen der Aschewolke des isländischen Vulkans sind in Spanien am Sonntag 13 Flughäfen im Norden des Landes geschlossen worden. Wie die Flughafenbehörde AENA mitteilte, gehörten dazu auch die Großflughäfen von Mallorca und Barcelona. Auf spanischen Ferieninseln wie Mallorca, Teneriffa oder Gran Canaria saßen zehntausende Urlauber fest, weil die Airports in Deutschland, Großbritannien und anderen Ländern gesperrt waren.

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12:14 Uhr: Große Rückholaktion von TUI

Deutschlands größter Pauschalreiseveranstalter, die TUI, hat wegen des Flugverbots eine europaweite Rückholaktion von Urlaubern gestartet. Bis Sonntagmittag wurden einem TUI-Sprecher zufolge bereits rund 1000 Gäste von verschiedenen Ferieninseln auf das europäische Festland gebracht, von wo aus sie mit Bussen nach Frankfurt am Main gefahren werden. Schwerpunkt der Aktion war Mallorca, wo zeitweise 2800 TUI-Gäste festsaßen. Von dort wurden in der Nacht 540 Urlauber nach Barcelona geflogen. Weitere 200 Gäste wurden vom Gran Canaria ins spanische Alicante geflogen. Urlauber von Malta wurden mit einer Fähre nach Sizilien gebracht.

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11:49 Uhr: Airlines kritisieren Luftraumsperrung

Die Sperrung vieler Lufträume über Europa wegen der Aschewolke aus einem isländischen Vulkan sorgt für Milliardenverluste - und einige Airlines zweifeln mittlerweile daran, ob die tausenden Flugausfälle seit Donnerstag notwendig waren. Es habe keine genauen Messdaten über die Aschekonzentration am Himmel gegeben, warfen sie Meteorologen und Vulkanologen vor. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erklärte dagegen, Messungen in Süddeutschland hätten Vulkanasche in der Luft belegt.

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11:33 Uhr: Bahn bereitet sich auf Ansturm vor

Die Deutsche Bahn bereitet sich für den Sonntagnachmittag auf einen stärkeren Andrang als an normalen Wochenenden vor. Wegen der Sperrung des europäischen Luftraums nach dem Vulkanausbruch auf Island werde jeder verfügbare Zug eingesetzt, sagte ein Bahnsprecher am Sonntag. Auch seien zusätzliche Mitarbeiter auf den Bahnhöfen und an den Servicestellen, um Reisende zu informieren. Vor allem auf den ICE-Strecken rechnet die Bahn am Nachmittag mit mehr Reisenden als sonst.

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11:13 Uhr: Elf Flughäfen in Spanien geschlossen

Wegen der Aschewolke des isländischen Vulkans sind in Spanien am Sonntag elf Flughäfen im Norden des Landes geschlossen worden. Wie die Flughafenbehörde AENA mitteilte, gehörte dazu auch der Großflughafen von Barcelona. Die Flughäfen auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln blieben dagegen geöffnet. Allerdings saßen auf den Ferieninseln Tausende von Urlaubern fest, weil die Airports in Deutschland, Großbritannien und anderen Ländern gesperrt waren.

In Spanien waren von der Schließung die Flughäfen von Barcelona, Gerona, Reus, Sabadell, Asturias, Santander, Bilbao, San Sebastián, Vitoria, Pamplona und Logroño betroffen. Die Sperrung sollte am Sonntag zunächst bis um 16.00 Uhr gelten. Am Vorabend waren in Nordspanien bereits sieben Flughäfen vorübergehend geschlossen worden.

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11:08 Uhr: Hannover 96 nahm den Zug

Wegen der isländischen Aschewolke ist Hannover 96 vom Flugzeug auf die Bahn umgestiegen. Das Team reiste in einem völlig überfüllten ICE am Freitagabend zum Bundesliga-Spiel nach München. Trotz Platzreservierung mussten mehrere Spieler stehen, was Trainer Mirko Slomka nach der 0:7-Pleite beim FC Bayern zu einem sarkastischen Kommentar veranlasste: "Die Anreise hat schon nicht geklappt, das Spiel auch nicht - dann bleibt man besser zu Hause."

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11:00 Uhr: Österreichs Flughäfen bis nachts gesperrt

Die Schließung der österreichischen Flughäfen ist am Sonntag bis mindestens 02.00 Uhr in der Nacht zum Montag verlängert worden. Das hat die österreichische Gesellschaft für Zivilluftfahrt "Austro Control" in Absprache mit den betroffenen Flughäfen und Fluggesellschaften beschlossen.

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10:58 Uhr: Reisende in Griechenland sitzen fest

Etwa 2000 Touristen und Geschäftsleute sitzen wegen der Sperrungen im europäischen Luftverkehr in Griechenland fest. Das berichteten die Medien des Landes am Sonntag. Seit Freitag sei in Griechenland kein einziger Reisender aus Mitteleuropa mit dem Flugzeug angekommen. Viele Hotelbesitzer seien verzweifelt. Zahlreiche Hotels auf den Ägäisinseln, die in den kommenden Tagen öffnen sollten, hatten noch kein Personal eingestellt aus Angst, die Sperrungen könnten mehrere Wochen dauern.

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09:46 Uhr: Merkels letzte Etappe

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat auf ihrer nun schon tagelangen Irrfahrt auf dem Rückweg aus den USA nach Deutschland die letzte Etappe angetreten. Sie brach am Sonntagmorgen von Bozen nach Berlin auf. Merkel stieg zunächst nicht in ihre gepanzerte Limousine, sondern in den Bus mit den besonders geplagten Journalisten in ihrer Delegation. Der Bus war am Samstag in der Nähe von Florenz mit einer Reifenpanne auf der Autobahn liegengeblieben. Erst um 2 Uhr nachts kam er in Bozen an.

08:50 Uhr: Kein Treffen der EU-Landwirtschaftsminister

Wegen der Störungen im Luftverkehr nach dem Vulkanausbruch auf Island hat die EU ein für Montag geplantes Treffen der 27 Landwirtschaftsminister abgesagt. Für viele der Minister wäre es schwierig oder unmöglich gewesen, pünktlich in Luxemburg einzutreffen. Der Luftraum über weiten Teilen Europas war wegen der Aschewolke des Vulkans am Wochenende weiterhin gesperrt, auch für Montag wurde mit anhaltenden Behinderungen gerechnet.

08:30 Uhr: Deutscher Luftraum bis 20 Uhr gesperrt

Die Deutsche Flugsicherung hat die Sperrung des Luftraums über Deutschland wegen der Aschewolke bis 20:00 Uhr verlängert. Über das weitere Vorgehen solle im Laufe des Tages entschieden werden, teilte ein Sprecherin am Sonntagmorgen mit. Die Lufthansa hatte bereits zuvor erklärt, sie streiche sämtliche Flüge bis Sonntag 20:00 Uhr.

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07:40 Uhr: Absagen für Kaczynskis Trauerfeier

Wegen der Aschewolke nach dem Vulkanausbruch in Island haben zahlreiche Staats- und Regierungschefs ihre Teilnahme am Staatsbegräbnis für den tödlich verunglückten polnischen Präsidenten Lech Kaczynski und dessen Frau Maria abgesagt, unter ihnen Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama. Kaczynski und seine Frau sollen am Sonntag im Dom der Wawel-Burg in Krakau bestattet werden, der traditionellen Grabstätte der polnischen Könige.

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21:56 Deutscher Luftraum bleibt bis Sonntag um 14 Uhr gesperrt

Die Deutsche Flugsicherung hat die Sperrung des Luftraums über Deutschland bis Sonntagnachmittag um 14.00 Uhr verlängert. Das teilte die Deutsche Flugsicherung DFS in Langen am Samstagabend mit. Die derzeit geltenden Beschränkungen für alle internationalen und Regionalflughäfen in Deutschland würden bis zu diesem Zeitpunkt beibehalten. Zuletzt galt die Sperrung bis 08.00 Uhr am Sonntagmorgen.

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19:40 Luftraum über der Schweiz bleibt geschlossen

Der Luftraum über der Schweiz bleibt wegen der Aschewolke des Vulkans in Island bis Sonntag 14.00 Uhr größtenteils geschlossen. Das Land kann aber in großer Höhe überflogen werden. Das Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt verlängerte am Samstag das zunächst bis 20.00 Uhr geltende Flugverbot, weil sich die Position der Wolke kaum verändert habe. Das Verbot gilt für alle kommerziellen Flüge, die angemeldet werden müssen.

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18:30 Reifenpanne stoppt Merkel-Tross

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird auf dem Rückweg von ihrer USA-Reise regelrecht vom Pech verfolgt. Nachdem die Aschewolke des isländischen Vulkans über Europa einen direkten Rückflug nach Deutschland verhindert hatte, wurde Merkels Delegation am Samstagabend auf der Autobahn kurz vor Florenz durch eine Reifenpanne gestoppt.

Betroffen war ein Bus der Delegation. Da die Fahrzeuge im Konvoi - begleitet von Polizei mit Blaulicht - unterwegs waren, hielt auch Merkels gesicherte Limousine auf der rechten Fahrspur der Autobahn, die keinen Standstreifen hatte. Mit eingeschalteter Warnblinkanlage musste gewartet werden, bis die Reifenpanne behoben war.

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17:00 Britischer Luftraum weiter geschlossen

Der Luftraum über Großbritannien bleibt bis Sonntagfrüh (08:00 Uhr MESZ) gesperrt. Allerdings könnten in Schottland und Nordirland bis Samstagabend 20:00 Uhr von Fall zu Fall Inlandsflüge zugelassen werden, teilte die britische Luftfahrtbehörde mit. Die Aschewolke bewege sich weiter und verändere ihre Form, weshalb sich bis zum Abend vereinzelt Fenster über Schottland, Nordirland und nördlich von Leeds in Nordengland auftun könnten.

In ganz Norditalien soll der Luftraum wegen der nach Süden ziehenden Aschewolke bis Montagfrüh 08:00 Uhr gesperrt bleiben, wie die zivile Luftfahrtbehörde ENAC mitteilte. Betroffen von der Sperrung sind beispielsweise die Flughäfen von Mailand, Turin, Venedig und Genua. Der Luftraum über Rom ist zwar noch offen, allerdings wurden alle Flüge in Richtung Norden abgesagt.

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16:41 Uhr: Deutscher Luftraum bis Sonntagmorgen gesperrt

Die Sperrung des deutschen Luftraums wegen der Aschewolke aus einem isländischen Vulkan ist bis Sonntagmorgen, 08:00 Uhr (MESZ) verlängert worden. Dies teilte die Deutsche Flugsicherung am Samstagnachmittag mit. Die zuvor verhängte Sperre bis Sonntag, 02:00 Uhr, wurde damit um weitere sechs Stunden verlängert.

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16:28 Uhr: Lufthansa überführt Maschinen nach Frankfurt

Die Lufthansa hat trotz der Sperrung des Luftraums zehn leere Langstreckenflugzeuge von München nach Frankfurt überführt. Die Maschinen sollten am richtigen Startflughafen sein, wenn der Luftraum wieder geöffnet werde, sagte Lufthansa-Sprecher Wolfgang Weber. In enger Ansprache mit der Deutschen Flugsicherung seien sie in einer Höhe von circa 3000 Metern nach Sichtflugregeln geflogen worden. Der normale Flugverkehr findet in einer Flughöhe zwischen 6000 und 11.000 Metern statt.

16:20 Uhr: Zahlreiche Konzerte abgesagt

Auch viele Musiker sind von den Auswirkungen der Aschewolke über Europa betroffen. Inspectah Decks vom Wu-Tang-Clan musste seinen Auftritt im Berliner "Tape Club" absagen. Er steckte in London fest und schaffte es nicht auf die überfüllten Fähren und Züge. Der Flug der Blues-Rock-Band Ten Years After nach Hannover wurde ebenfalls gestrichen, ihr Konzert fiel aus. Fans dürfen sich den Nachholtermin am 23. Juli notieren. In Großbritannien bangen einige Musiker um ihren Auftritt beim kalifornischen Festival Coachella. Die Indie-Band The Cribs musste ihren Auftritt bereits absagen. Weitere betroffene Bands sind unter anderen Los Campesinos! und Bad Lieutenant. Glück hatten dagegen Florence And The Machine, Muse, Radiohead und die Gorillaz: Sie befanden sich schon vor dem Ausbruch in den Staaten.

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16:00 Uhr: Deutsche Handballer nehmen die Fähre

Die deutschen Handballer haben ihre Rückreisepläne vom Vier-Nationen-Turnier in Norwegen geändert. Bereits unmittelbar nach dem abschließenden Spiel am Samstag gegen Dänemark sollte der WM- Fünfte mit dem Bus nach Oslo fahren. Dort sind Plätze auf der Fähre ins norddänische Frederikshavn gebucht worden. Dort soll die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand dann laut Fahrplan nach zwölfstündiger Passage am Sonntagmorgen um 7.30 Uhr ankommen und die Weiterreise mit dem Bus fortsetzen.

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15:58 Uhr: Deutscher Luftraum womöglich länger gesperrt

Der deutsche Luftraum bleibt wegen der Aschewolke aus einem isländischen Vulkan womöglich noch länger als bis Sonntagmorgen gesperrt. Wegen der unveränderten Wetterlage sei zu vermuten, dass der vorläufig bis Sonntag, 02:00 Uhr, angeordnete Flugstopp verlängert werden müsse, hieß es bei der Deutschen Flugsicherung am Samstagmittag. Die Organisation wollte am späten Nachmittag auf Grundlage der neuesten Wetterberichte über eine neue Bewertung entscheiden.

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14:50 Uhr: Tausende Urlauber sitzen in Spanien fest

Das Chaos im Luftverkehr stellt tausende Touristen in Spanien auf eine Geduldsprobe. Auf den Kanarischen Inseln hingen bis Freitagabend rund 20.000 Urlauber fest, wie die staatliche Flughafenbehörde AENA mitteilte. Allein auf Teneriffa warteten rund 13.000 Menschen vergeblich auf die Abreise. Insgesamt waren von den 275 ausgefallenen Starts und Landungen auf den Kanaren rund 30.000 Reisende betroffen. AENA und die Reiseveranstalter riefen die Urlauber auf, nicht direkt zum Flughafen zu fahren, sondern vorher anzurufen.

Auf Mallorca und den übrigen Balearen-Inseln saßen ebenfalls tausende Touristen fest. Die am Freitag gestrichenen Starts und Landungen trafen nach Angaben von AENA rund 35.000 Reisende. Auf dem Flughafen Son Sant Joan in Palma bildeten sich lange Schlangen vor den Schaltern.

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13:50 Uhr: Kroatien, Slowenien und Spanien schließen Teile ihrer Lufträume

Auch in Kroatien und dem benachbarten Slowenien ist der Luftraum teilweise geschlossen worden. In Kroatien waren in der Nacht zunächst die Flughäfen von Zagreb und Osijek betroffen, am Vormittag wurde die Sperre auf die westlichen Landesteile ausgedehnt. Über das weitere Vorgehen im Süden sollte am Nachmittag entschieden werden. In Slowenien waren unter anderem die Flughäfen von Maribor und Portoroz betroffen. Auch Spanien wird einen Teil seines Luftraums sperren müssen. Von 14:00 Uhr an werde am Samstag ein Streckenabschnitt zwischen Barcelona und Oviedo im Norden des Landes geschlossen, kündigte die staatliche Flughafenbehörde AENA am Samstag an.

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13:03 Uhr: Unfreiwillige Busreise für Merkel nach Südtirol

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unternimmt einen unfreiwilligen Ausflug nach Südtirol. Weil der Flugverkehr in Deutschland noch lahmgelegt ist, fliegt sie am Samstag zunächst von Lissabon nach Rom und reist von dort im Bus weiter nach Bozen, hieß es in Regierungskreisen. Dort sollten Merkel und ihre Delegation übernachten. An diesem Sonntag ist geplant, dass Merkel und die anderen Mitreisenden im Bus nach Deutschland zurückfahren. Die Kanzlerin hatte am Freitag auf ihrer Rückreise aus den USA wegen der Aschewolke einen Zwischenstopp in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon einlegen müssen.

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13:00 Pariser Flughäfen bis Montagfrüh gesperrt

Die Flughäfen in Paris und im Norden Frankreichs bleiben wegen der Aschewolke bis Montagfrüh geschlossen. Das teilte die französische Regierung am Samstag in Paris mit. Von der Schließung seien die Flughäfen nördlich der Achse Nantes-Lyon betroffen.

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12:57 Uhr: Hamburger Flughafen bis zwei Uhr gesperrt

Der Hamburger Flughafen bleibt wie alle anderen deutschen Flughäfen wegen der Aschewolke aus Island bis Sonntagnacht, 02.00 Uhr, gesperrt. Flughafensprecherin Stefanie Harder korrigierte damit ihre Angaben vom Vormittag. Ein Mitarbeiter habe die Zeitangabe 02.00 Uhr nachts und 14 Uhr missverstanden. Betroffen seien am Samstag 297 Starts und Landungen und rund 25 000 Passagiere. Sie rät allen Reisenden, nicht zum Flughafen zu kommen, sondern ihre Fluggesellschaften anzurufen und die Flüge umbuchen zu lassen. Der Flughafen bleibt aber weiterhin geöffnet für kleinere Maschinen, die auf Sicht fliegen. Sie dürfen weiterhin starten.

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12:44 Uhr: Verzögerungen auch in den nächsten Tagen

Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) rechnet damit, dass die umfassenden Flughafensperrungen im Luftverkehr länger anhaltende Verzögerungen zur Folge haben werden. "Es wird einige Tage brauchen, bis wieder zum regulären Flugbetrieb zurückgekehrt werden kann", sagte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Die deutschen Flughäfen stünden mit den zuständigen Landesgenehmigungsbehörden in einem engen Kontakt. "Wir haben die Behörden gebeten, aufgrund der außerordentlichen Situation in den kommenden Tagen die Regelungen der Start- und Landezeiten flexibel zu handhaben, damit im Ausland wartende Passagiere so schnell wie möglich zurückkommen können und wieder ein stabiler Betrieb erreicht wird", sagte Beisel. Zudem hielten die Flughäfen mehr Personal vor, damit Flüge mit Sonderregelungen auch an den Tagesrandzeiten und den Nachtstunden abgefertigt werden können.

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11:40 Uhr: Volle Züge auch am Samstag erwartet

Die Deutsche Bahn rechnet auch für Samstag wegen der Sperrung des europäischen Luftverkehrs nach dem Vulkanausbruch auf Island mit starkem Andrang an den Bahngleisen. "Wir beobachten die Situation genau und werden unsere Angebote anpassen", sagte ein Bahn-Sprecher am Samstag. Vor allem Richtung Wien und Frankfurt am Main seien die ICE-Züge sehr voll. Auch auf den ICE-Verbindungen zwischen den großen deutschen Flughäfen könnte es zu Überlastungen kommen. Alle verfügbaren Züge seien im Einsatz. Wie schon am Freitag stünden an den Bahnhöfen mehr Mitarbeiter bereit, um die Fahrgäste über die aktuellen Verbindungen zu informieren.

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11:37 Uhr: Kenias Blumenindustrie befürchtet Millionenverluste

Kenias Blumenfarmer befürchten Millionenverluste durch die Wolke von Vulkanasche über weiten Teilen Europas. Das ostafrikanische Land ist von der Aschewolke zwar nicht unmittelbar betroffen, das Flugverbot macht jedoch auch der Blumenindustrie schwer zu schaffen. Allein am Freitag lagerten in den Frachthallen des Flughafens von Nairobi mindestens 500 Tonnen Blumen im Wert von umgerechnet 1,5 Millionen Euro. Selbst wenn die Blumen nach Europa gebracht werden könnten, ehe sie verwelken, sei mit Umsatzeinbußen wegen schlechterer Qualität zu rechnen, sagte Jane Ngige vom Verband der Blumenindustrie.

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11:35 Whitney Houston muss auf Fähre umsteigen

Der Stopp des Flugzeugverkehrs über Europa macht auch Prominenten zu schaffen und zwingt sie zu wenig glamourösen Reisewegen. Sängerin Whitney Houston musste statt im Flieger per Fähre von England nach Irland fahren, um dort ihre Tour fortzusetzen. Die 46-Jährige wollte am Samstag in Dublin das erste von drei Konzerten geben. Weil ihr Flieger ausfiel, sei sie erst mit dem Auto vom englischen Birmingham zur Küste gefahren, dort habe sie ein Schiff bestiegen, hieß es. Eine Sprecherin des Fährunternehmens sagte, Houston habe keine Sonderbehandlung verlangt. Die Tournee der Sängerin scheint vom Pech verfolgt. Wegen gesundheitlicher Probleme hatte sie in den vergangenen Wochen mehrere Konzerttermine absagen müssen.

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11:32 Uhr: Überführung toter Soldaten verzögert sich

Die Überführung der vier in Afghanistan getöteten Bundeswehr-Soldaten verschiebt sich wegen der Aschewolke über Europa vermutlich auf Montag. Das Flugzeug, das die Toten und Generalinspekteur Volker Wieker abholen solle, könne wahrscheinlich erst am Sonntag starten, sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums. Die Trauerfeier in Masar-i-Scharif für die Gefallenen werde daher wohl ebenfalls erst am Montag stattfinden.

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg und die fünf bei einem Anschlag in Afghanistan verwundeten Soldaten sitzen noch in Istanbul fest. Sie waren am Freitag in einem speziell für Verletztentransporte ausgestatteten Medevac-Airbus vom Hindukusch gestartet, konnten wegen der Aschewolke aber nicht nach Deutschland zurückkehren. In Istanbul werden die Verletzten in einem amerikanischen Militärhospital versorgt. Ob sie am Samstag noch weiterfliegen können, ist unklar.

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11:30 Uhr: Warten in der Transitzone

Neben Fernreisenden ohne Alternative zum Flugzeug sind über Nacht jene am Flughafen Frankfurt geblieben, die hier nur umsteigen wollten. Nach Angaben des Flughafenbetreibers Fraport warten am Samstagmorgen etwa 1200 Menschen in der Transitzone. Viele von ihnen haben kein Visum für Deutschland. Fraport-Mitarbeiter bringen Trinken, Essen, Decken und Waschzeug.

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11:14 Uhr: Deutscher Luftraum bis Sonntagmorgen gesperrt

Die Deutsche Flugsicherung hat die Sperrung des Luftraums über Deutschland bis 02:00 Uhr am Sonntagmorgen verlängert. Die derzeit geltenden Beschränkungen für alle internationalen und Regionalflughäfen in Deutschland würden bis zu diesem Zeitpunkt beibehalten, teilte die DFS am Samstag mit.

Auch in Großbritannien und anderen nordeuropäischen Ländern haben die Behörden das Flugverbot bis zum Sonntag verlängert. Der Luftraum bleibe bis mindestens Sonntag 01.00 Uhr gesperrt, teilte die britische Luftfahrtbehörde mit. In Dänemark und den baltischen Republiken Lettland und Estland bleibt der Luftraum bis in die frühen Morgenstunden am Sonntag gesperrt. In Dänemark und Estland erließen die Behörden ein Flugverbot bis 02.00 Uhr, während in Lettland bis 03.00 Uhr (alles MESZ) kein Flugzeug starten, landen oder den Luftraum durchqueren darf.

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11:10 Uhr: Angela Merkel steckt in Rom fest

Kanzlerinnen-Odyssee durch Europa: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kann wegen der Aschewolke des Vulkanausbruchs auf Island weiterhin nicht in Deutschland landen. Sie fliege von Lissabon zunächst nach Rom, hieß es am Samstagvormittag in Regierungskreisen. Wie die Kanzlerin dann weiterreist, war noch unklar. Merkel hatte am Freitag auf ihrer Rückreise aus den USA einen Zwischenstopp in der portugiesischen Hauptstadt einlegen müssen, weil der Luftraum gesperrt war. Offen war auch noch, wie Merkel, Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und Bundespräsident Horst Köhler an diesem Sonntag zur Trauerfeier für Polens Präsident Lech Kaczynski und seine Frau reisen.

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11:05 Uhr: Luftraum über Polen bleibt gesperrt

Der Luftraum über Polen bleibt wegen der Wolke vulkanischer Asche aus Island weiterhin vollständig geschlossen. Das beschloss am Samstagvormittag die Luftfahrtbehörde PAZP in Warschau. Eine Aufhebung der Sperre im Tagesverlauf sei "wenig wahrscheinlich", sagte PAZP-Sprecher Grzegorz Hlebowicz. Die Aussicht auf eine Verbesserung der Wettersituation in der kommenden Nacht sei "gering", so Hlebowicz. Militärflugzeuge und andere Maschinen, die unterhalb der Wolkengrenze flögen, könnten aber polnische Flughäfen anfliegen.

Geschlossen bleibt auch der Krakauer Flughafen, wo am Sonntagvormittag Flugzeuge mit ausländischen Gästen, darunter US-Präsident Barack Obama und Russlands Staatsoberhaupt Dmitri Medwedew, landen sollen. Zu der Beisetzung des polnischen Präsidenten Lech Kaczynski werden Staats- und Regierungschefs aus aller Welt erwartet. Unklar ist zurzeit aber, ob die Anreise der Trauergäste durch die Aschewolke behindert werden könnte. Der südkoreanische Ministerpräsident Chung Un Chan sagte sein Kommen nach Angaben aus Seoul wegen der Störungen im Flugverkehr ab.

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10:49 Uhr: Deutsche Flughäfen bis 20 Uhr gesperrt

Die Deutsche Flugsicherung hat nach Angaben des Flughafens Düsseldorf die Sperrung des Luftraums über den internationalen Flughäfen in Deutschland bis Samstagabend, 20:00 Uhr, verlängert.

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10:43 Uhr: Flugverbot erreicht spanische Grenze und Adria

Die Sperrung des Luftraums über Europa hat sich in der Nacht zum Samstag deutlich gen Süden und Osten ausgedehnt. Laut Angaben der EU-Luftsicherheitsbehörde Eurocontrol in Brüssel waren am Morgen von Norditalien über die Adria und Rumänien bis hin in die Ukraine weite Teile für den Flugverkehr geschlossen. Die Ausdehnung der Sperrung im Südwesten verlief an der Grenze Frankreich-Spanien.

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10:08 Uhr: Hamburger Flughafen bleibt bis Sonntagnachmittag gesperrt

Der Hamburger Flughafen bleibt wegen der Aschewolke aus Island bis Sonntagnachmittag gesperrt. "Bis Sonntag um 14 Uhr wird es keine Starts und Landungen geben", sagte Flughafensprecherin Stefanie Harder am Samstag. Das hätte die Deutsche Flugsicherung entschieden. Betroffen seien am Samstag insgesamt 297 Starts und Landungen und rund 25 000 Passagiere. Sie rät allen Reisenden, nicht zum Flughafen zu kommen, sondern ihre Fluggesellschaften anzurufen und die Flüge umbuchen zu lassen. Der Flughafen bleibt weiterhin geöffnet, kleinere Maschinen, die auf Sicht fliegen, dürfen starten.

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08:30 Uhr: Logistische Nöte für den Formel-1-Rennzirkus

Die Folgen des Vulkan-Ausbruchs auf Island bremsen auch die Formel 1. Wegen des Flugchaos in Europa drohen dem derzeit in China gastierenden PS-Zirkus logistische Nöte. "Es ist ein Problem. Hoffentlich kommen wir zurück. Vielleicht müssen wir ja alle nach Hause fahren", meinte Red-Bull-Teamchef Christian Horner am Samstag in Shanghai. Fahrer und Rennstall-Mitarbeiter bangen um ihre für Sonntag und Montag geplanten Rückflüge nach Europa, wo alle Teams ihre Rennfabriken haben. Zudem ist unklar, ob das gesamte Material der Teams wie geplant direkt nach dem Rennen am Sonntag abtransportiert werden kann

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23:00 Uhr: Luftraum bis Samstag 14 Uhr gesperrt

Der deutsche Luftraum bleibt wegen der Aschewolke des isländischen Vulkans bis mindestens um 14 Uhr am Samstag gesperrt. Das teilte eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS) am Freitagabend mit. Am Samstagvormittag müsse die Frist möglicherweise verlängert werden.

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20:00 Uhr: Flughafen München geschlossen

Auch über dem letzten der 16 internationalen Flughäfen in Deutschland, dem Münchner Airport, ist der Luftraum wegen der Aschewolke am Freitagabend gesperrt worden. Wie ein Flughafensprecher mitteilte, soll dies mindestens bis Samstagmittag gelten. Damit steht nun an allen internationalen Flughäfen in Deutschland der Flugverkehr still.

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19:36 Uhr: Österreichs Flughäfen dicht

Der Luftraum über den österreichischen Städten Wien und Linz ist am Freitagabend geschlossen worden. Im Laufe des Abends würden auch die Flughäfen in Salzburg, Innsbruck, Graz und Klagenfurt geschlossen, berichtete die Nachrichtenagentur APA.

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18:37 Uhr: Auch Flughafen München schließt

Auch der letzte der 16 internationalen Flughäfen in Deutschland, der Münchner Airport, wird wegen der Aschewolke voraussichtlich am Freitagabend geschlossen. Das teilte die Deutsche Flugsicherung (DFS) mit. In einer Erklärung des Münchner Flughafens hieß es, der Luftraum über dem Airport werde "voraussichtlich ab 20 Uhr für den Luftverkehr gesperrt".

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17.57 Uhr: Tui sagt alle Flugreisen bis Samstag ab

Der Reiseveranstalter Tui hat vorerst alle Flugreisen bis Samstag 12.00 Uhr abgesagt. Ausgenommen seien bislang nur die Flüge von den wenigen noch nicht gesperrten Flughäfen in Süddeutschland, teilte ein Sprecher mit. Alle Kunden sollten umgehend benachrichtigt werden. Der Reisepreis werde voll erstattet.

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17.19 Uhr: Keine Lufthansa-Flüge bis Samstagmittag

Die Deutsche Lufthansa streicht wegen der Sperrungen im Luftraum ihre Flüge bis Samstag 12.00 Uhr. Lediglich nach und ab München werde noch bis Freitagabend 20.00 Uhr geflogen, teilte das Unternehmen mit.

17.09 Uhr: Turn-EM wird verschoben

Die Vulkan-Asche bringt nicht nur den Flugverkehr, sondern auch das Programm der Turn-Europameisterschaften gehörig durcheinander. Der Europäische Turn-Verband UEG hat den Beginn der Titelkämpfe in Birmingham um einen Tag nach hinten verschoben, um allen Verbänden die rechtzeitige Anreise zu ermöglichen.

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16.59 Uhr: Mietwagen werden knapp

In Deutschland werden die Mietwagen knapp. Das bestätigten die Autovermieter Sixt, Avis und Europcar der "Leipziger Volkszeitung". "Kunden, die jetzt noch keine bestätigte Buchung haben, müssen mit erheblichen Wartezeiten rechnen", sagte eine Avis-Sprecherin der Zeitung.

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16.50 Uhr: Schweizer Luftraum ab Mitternacht gesperrt

Die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjalla legt ein weiteres Drehkreuz des europäischen Flugverkehrs vorübergehend lahm. Der Schweizer Luftraum wird am Freitag ab Mitternacht für die Zivilluftfahrt gesperrt, wie die Behörden mitteilten. Die Sperrung gilt vorerst bis Samstag um 9.00 Uhr.

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16.44 Uhr: Deutsche Flughäfen bleiben bis Samstag geschlossen

Alle internationalen Flughäfen in Deutschland außer München sollen bis Samstagmorgen, 8 Uhr, geschlossen bleiben, wie die Deutsche Flugsicherung (DFS) mitteilte. Änderungen seien möglich, falls sich die Wetterlage verbessern sollte. Auch die Flughäfen Stuttgart und Saarbrücken, die zwischenzeitlich geöffnet waren, wurden laut DFS inzwischen wieder geschlossen.

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16:13 Am Samstag keine Entspannung an Flughäfen

Die Lage an den Flughäfen in Europa wird sich nach Vorhersagen der Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol auch am Samstag nicht entspannen. Die Aschewolke werde sich über Europa ausbreiten und deutlich größere Teile überdecken als am Freitag, teilten die Luftsicherheitsexperten in Brüssel mit. Darauf deuteten alle Wetterdaten hin. Die Wolke werde weiter nach Süden ziehen und schon am Samstagmorgen eine gedachte Linie von Südfrankreich über Norditalien bis zum nördlichen Balkan erreichen. Das sagte der Chef der Luftraumüberwachung bei Eurocontrol, Brian Flynn.

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15.24: Angela Merkel muss in Lissabon landen

Der Regierungsflieger mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an Bord ist nach Lissabon umgeleitet worden. Wie ein Regierungssprecher mitteilte, sollte der Airbus mit Merkels Delegation und den begleitenden Journalisten an Bord gegen 15.30 Uhr Ortszeit (16.30 Uhr MESZ) in der portugiesischen Hauptstadt landen. Ursprünglich war Merkel auf der Rückkehr aus den USA am Nachmittag in Berlin erwartet worden.

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15.11 Uhr: Österreich sperrt Luftraum ab 19 Uhr

In Österreich wird der Luftraum ab dem frühen Freitagabend schrittweise gesperrt. Nach Angaben der Behörde Austro Control soll der nördliche Luftraum ab 19.00 Uhr für den Flugverkehr gesperrt werden, ab 20.00 Uhr sollen die Flughäfen in Wien, Salzburg und Linz folgen, dann die restlichen. Die Flughäfen von Graz und Klagenfurt sollen jedoch so lange wie möglich in Betrieb bleiben, wie ein Sprecher mitteilte.

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15.10 Uhr: Finnischer Luftraum bis Sonntag gesperrt

Als erstes europäisches Land hat Finnland seinen Luftraum bis Sonntagnachmittag gesperrt.

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14.59 Uhr: Air-Berlin richtet Hotline ein

Air Berlin gewährt seinen Fluggästen wegen der Stornierungen im Flugverkehr durch die Aschenwolke eine dreitägige Frist für kostenlose Umbuchungen. Das gelte für Flugdaten bis zum 31. Mai, teilte eine Unternehmenssprecherin mit. Überdies sei eine Hotline mit der Telefonnummer 00800-57378000 eingerichtet worden, bei der sich Betroffene informieren können.

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14.52 Uhr: Komiker nimmt Taxi statt Flugzeug

Weil er nach seiner Teilnahme an einer Talkshow in Oslo unbedingt nach London zurückkehren wollte, heuerte der britische Starkomiker John Cleese, ehemaliges Mitglied von Monty Python, ein Taxi an. Gegen 08.00 Uhr morgens habe sich der Wagen mit Cleese und zwei Ersatzfahrern an Bord auf den mehr als 1500 Kilometer weiten Weg nach Brüssel gemacht; von dort aus will er mit dem Eurostar nach London weiterreisen. Für den Trip durch Nordeuropa zahlt Cleese 3800 Euro.

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14.49 Uhr: Spektakulärer Sonnenuntergang erwartet

Die aus Island kommende Aschewolke ist in Deutschland zwar nicht zu sehen - sorgt aber aller Voraussicht nach für einen spektakulären Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. "In den nächsten Tagen ist vermutlich ein intensives Abendrot zu beobachten", sagte Jörg Asmus vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Er erklärte den Effekt damit, dass die Aschepartikel in der Atmosphäre einen Teil des Sonnenlichts abfiltern. Die Sonne werde daher nicht wie üblicherweise gelb-orange, sondern tiefrot untergehen. Gleiches gelte für den Sonnenaufgang.

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14:23 Flughäfen Stuttgart und Saarbrücken wieder geöffnet

Die Flughäfen von Stuttgart und Saarbrücken sind trotz der Aschewolken über Deutschland wieder geöffnet worden. Die zwischenzeitlich geschlossenen Airports könnten bis 18 Uhr am Freitag wieder für Starts- und Landungen genutzt werden, teilte die Deutsche Flugsicherung mit. Die Aschewolke breite sich zwar weiter aus, allerdings nicht so schnell wie ursprünglich befürchtet. Von den großen Flughäfen ist sonst nur noch München in Betrieb, die übrigen 13 internationalen Landeplätze bleiben bis auf weiteres geschlossen.

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14:18 Aschewolke könnte Gesundheit gefährden

Die Aschewolke aus Island könnte WHO-Experten zufolge bei den Menschen in Europa zu gesundheitlichen Problemen führen. Das Ausmaß sei allerdings unklar, erklärte am Freitag ein Sprecher der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Die Lage werde genau beobachtet, sagte David Epstein, vor allem, wenn sich die Staubwolke gesetzt habe. "Die WHO weiß aber noch nicht, welche Gesundheitsrisiken von diesem Vulkanausbruch ausgehen könnten." Noch flögen die Staubpartikel in großer Höhe in der Atmosphäre. Hätten sie sich erst einmal gesetzt, sollten vor allem Menschen mit Problemen der Atmungsorgane - wie etwa Asthma - in ihren Wohnungen bleiben, riet Epstein.

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13:33 Beisetzung Kaczynskis findet statt

Die Beisetzung des tödlich verunglückten polnischen Präsidenten Lech Kaczynski findet trotz der Aschewolke über Europa wie geplant statt. Es sei der Wunsch der Familie, die Trauerfeier "unter keinen Umständen" zu verschieben, sagte der stellvertretende Leiter des polnischen Präsidentenstabs, Jacek Sasin. Kaczynski und seine Frau Maria sollen am Sonntag in der Wawel-Kathedrale in Krakau beerdigt werden. Wegen der Aschewolke wurde der Luftraum über Polen am Freitag jedoch in weiten Teilen gesperrt, auch der Flughafen in Krakau machte dicht. Zu der Trauerfeier werden Gäste aus aller Welt erwartet, darunter US-Präsident Barack Obama, der russische Staatschef Dmitri Medwedew und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ob sie wie geplant anreisen können, ist wegen der Vulkanasche jedoch mehr als fraglich.

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13.20 Uhr: Ramsauer ruft zu Reiseverzicht auf

Angesichts des nahezu völligen Zusammenbruchs des Flugverkehrs in Deutschland hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) zum Verzicht auf Reisen aufgefordert. Er empfehle allen, auf Flüge zu verzichten, "die jetzt nicht unbedingt erforderlich sind", sagte er bei einem Besuch am Hamburger Flughafen, wo er sich über die Lage informierte.

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13.20 Uhr: Flugausfälle ziehen Luftfahrt-Aktien nach unten

Die massiven Flugausfälle als Folge des Vulkanausbruchs in Island haben die Aktien der großen Luftfahrtkonzerne nach unten gezogen. Sie zählten am Freitag zu den größten Verlierern. Lufthansa-Aktien sackten an das Ende des deutschen Leitindexes Dax und sanken zeitweise um 2,15 Prozent. Auch Air-Berlin-Papiere verloren deutlich und gaben um 1,32 Prozent nach. Die Titel des Flughafenbetreibers Fraport rutschten um 1,97 Prozent.

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13.12 Uhr: Prager Flughafen geschlossen

Seit Freitagmittag ist auch am Flughafen Prag der Luftverkehr wegen der Aschewolken aus Island ausgesetzt. Wie der Flughafen mitteilte, sei derzeit nicht absehbar, wann der reguläre Betrieb wieder aufgenommen werden kann.

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12.52 Uhr: Post zum Teil verspätet

Die Einschränkungen in der Luftfahrt durch die Aschewolke können dazu führen, dass Briefe und Pakete teils etwas später ankommen. Insgesamt seien die Auswirkungen aber sehr gering, sagte ein Sprecher der Deutschen Post. Innerhalb Deutschlands gibt es demnach ohnehin nur drei Luftpost-Flüge pro Nacht. Diese seien zwar teils betroffen gewesen, die Post habe die Sendungen aber sofort auf den Versand per Lastwagen verlegt. Die wenigen betroffenen Sendungen würden daher höchstens einen Tag später ihre Empfänger erreichen.

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12.46 Uhr: Bundeswehr bleibt verteidigungsbereit

Trotz der Behinderung des Luftverkehrs durch die Aschewolke aus Island hat die Bundesregierung keine Zweifel an der Verteidigungsbereitschaft der Bundeswehr. "Die ist natürlich nach wie vor gegeben", versicherte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

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12.45 Uhr: Stuttgarter Flughafen geschlossen

In Deutschland ist wegen der Vulkanaschewolke nur noch der internationale Flughafen in München geöffnet. Am Freitagmittag wurden auch die Lufträume über den Airports in Nürnberg und Stuttgart bis auf Weiteres geschlossen, wie eine Sprecherin der Deutschen Flugsicherung (DFS) sagte. Damit gibt es an 15 von 16 internationalen Flughäfen in Deutschland keine Starts und Landungen mehr.

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12:32 Lange Schlangen vor Autovermietungen

Angesichts zahlreicher Flugausfälle und geschlossener Flughäfen buchten gestrandete Reisende in Scharen Mietwagen, um an ihre Ziele zu kommen. Autovermieter wie Europcar und Avis registrierten eine sprunghaft gestiegene Nachfrage. An den Flughäfen bildeten sich lange Schlangen. Wegen des starken Andrangs schlossen sich Reisenden auch zu Fahrgemeinschaften zusammen.

Vielfach reichten die Fahrzeuge nicht. "In einigen Fällen können wir den Wunsch nicht bedienen", sagte eine Sprecherin von Avis. "Leute mit bestätigten Buchungen müssen sich aber keine Sorge machen." Auch an Bahnhöfen konnten die Autovermieter die hohe Nachfrage zum Teil nicht mehr bedienen.

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12.17 Uhr: Auch in Nürnberg Flugverkehr unterbrochen

Auch am Flughafen Nürnberg ist nun der Flugverkehr unterbrochen worden. Es gebe keine Starts und Landungen mehr, sagte ein Sprecher des Airports. Der Luftraum über dem Flughafen sei bis auf Weiteres geschlossen. Damit sind von den internationalen deutschen Flughäfen nur noch Stuttgart und München offen. Allerdings kommt es auch dort zu erheblichen Beeinträchtigungen und Flugausfällen.

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12.16 Uhr: Flughafen in Krakau, Polen, geschlossen

Der Flughafen der polnischen Stadt Krakau, wo am Sonntag die Beisetzung von Präsident Lech Kaczynski stattfinden soll, ist wegen der Aschewolke über Europa geschlossen worden.

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12.04 Uhr: Irland gibt Luftraum wieder frei

Irland hat den größten Teil seines Luftraums wieder geöffnet, da sich die riesige Vulkanaschewolke vom Südosten der Insel fortbewegt.

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12.02 Uhr: Wetterdienst: Einschränkungen dauern an

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sieht wegen der Vulkan-Aschewolke in nächster Zeit keine Entwarnung für den Flugverkehr. "Die Einschränkungen bleiben mindestens bis Mitternacht bestehen", sagte Sabine Bork von der Luftfahrtberatungsstelle des DWD. Wegen der anhaltenden nordwestlichen Luftströmungen werde dies aber vermutlich darüber hinaus gelten, sagte Bork. Es sei noch keine Änderung der Wetterlage erkennbar.

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11.47 Uhr: Lufthansa streicht Flüge in Frankfurt bis 20 Uhr

Die Deutsche Lufthansa hat alle Flüge an ihrem Drehkreuz Frankfurt bis 20.00 Uhr gestrichen.

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11.38 Uhr: Zusatzzüge der Bahn

Die Deutsche Bahn setzt angesichts der schweren Beeinträchtigungen im Flugverkehr wegen der Vulkanasche aus Island alle zur Verfügung stehenden Züge ein. "Es rollt alles, was rollt", sagte ein Sprecher der Bahn. An den Bahnhöfen seien zusätzliche Mitarbeiter im Einsatz, um die Reisenden zu informieren.

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11.33 Uhr: Fluglotsen setzen geplanten Streik aus

Die deutschen Fluglotsen haben ihren geplanten Streik wegen der Verkehrsbehinderung durch die Aschewolke ausgesetzt. Die ursprünglich für nächsten Dienstag vorbereiteten Arbeitskämpfe würden allerdings nur verschoben, teilte die Gewerkschaft der Flugsicherung am Freitag in Frankfurt mit.

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11.20 Uhr: Keine Plätze mehr im Eurostar Richtung London

Auf der Reise nach London können gestrandete Flugpassagiere nicht auf die Bahn umsteigen. Auch am Freitag waren bereits alle Züge von Brüssel oder Paris nach London ausgebucht, sagte ein Sprecher des Schnellzuges Eurostar in Brüssel. Für Samstag seien ebenfalls praktisch keine Plätze mehr frei. "Der Ansturm ist gigantisch." Das gleiche gelte für Züge von London. Normalerweise hat Eurostar täglich rund 28.000 Fahrgäste an Bord - am Freitag zählte das Unternehmen 10.000 zusätzliche Buchungen. Sonderzüge soll es nicht geben. "Wir können aus logistischen Gründen keine zusätzlichen Züge einsetzen."

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11.18 Uhr: Aschewolke: Eishockey-Star sitzt in Norwegen fest

Wenige Tage vor dem Start des Playoff-Finales um die deutsche Eishockey-Meisterschaft sitzt der Starstürmer der Hannover Scorpions, Tore Vikingstad, in seiner Heimat Norwegen fest. Wegen der Vulkan-Aschewolke aus Island kann der 34-Jährige nicht zurück nach Deutschland fliegen, berichtete eine Sprecherin der Scorpions am Freitag und bestätigte entsprechende Medienberichte. Vikingstad soll aber in jedem Fall am Samstag nach Hannover zurückkehren. "Wenn weiter keine Flüge gehen, wovon wir ausgehen, holt ihn am Samstag ein Mitarbeiter von uns in Dänemark mit dem Auto ab", sagte die Sprecherin.

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11.09 Uhr: Berliner Flughäfen bis 20 Uhr geschlossen

Die Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld bleiben am heutigen Freitag bis 20 Uhr gesperrt.

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11.04 Uhr: Britischer Flugverkehr steht bis Samstag still

Der Flugverkehr über Großbritannien bleibt wegen der Aschewolke aus Island bis mindestens 2 Uhr deutscher Zeit am Samstagmorgen stillgelegt. Nur wenige Flüge dürften starten und landen, gab die britische Flugüberwachung NATS am Freitag bekannt. Ob der Luftraum über der Insel noch länger gesperrt bleibt, ist unklar. Seit Donnerstag war die Sperrung immer wieder verlängert worden. Am Freitag herrschte auf dem Londoner Flughafen Heathrow – einem der wichtigsten Drehkreuze der Welt - gespenstische Stille. Fast alle Passagiere hätten sich an die Empfehlung der Fluggesellschaften gehalten, bis auf weiteres zu Hause zu bleiben, da die Maschinen ohnehin nicht starten und landen können, sagte ein Flughafensprecher.

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10.32 Uhr: Kronprinz zahlt Hotel für gestrandete Saudis

Alle Flugreisenden aus Saudi-Arabien, die wegen der Aschewolke in London gestrandet sind, dürfen auf Kosten von Kronprinz Sultan im Hotel übernachten. Die Zeitung "Saudi Gazette" berichtete am Freitag, der Kronprinz von Saudi-Arabien habe der Botschaft in London mitgeteilt, er wolle für seine Landsleute die Hotelrechnungen begleichen. Das Angebot gelte für alle Saudis, die sich als Transitpassagiere in der britischen Hauptstadt aufhielten oder einen Flug von London in die Heimat gebucht hätten.

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10.15 Uhr: Eurocontrol: 60 Prozent aller Flüge in Europa fallen aus

Wegen der Aschewolke werden am Freitag nach Angaben der europäischen Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol 60 Prozent aller Flüge in Europa ausfallen. Die Wolke werde nach Südosten weiterziehen und mindestens noch für die nächsten 24 Stunden den Flugverkehr lähmen, teilte die Behörde in Brüssel mit. Täglich starten und landen in Europa etwa 28.000 Flugzeuge - Eurocontrol rechnet für Freitag mit 11.000 Flugbewegungen, was rund 40 Prozent entspricht.

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KOMMENTARE (7 von 7)
 
Papayu (19.04.2010, 07:03 Uhr)
Der Vulkan
Vielleicht ist hier der Teufel am Werk.
Der sitzt ja in der Hoelle und die Vulkane sind seine Geheimwaffe.
Vielleicht will er ja gerade die "Goettlichen" oder dessen Vertreter.
Damit will er versuchen, die Welt und seine OBERSTEN zum Einlenken und Entschuldigen zu bringen. Ha, mich kann er nicht meinen, ich bin Atheist.
REINI2 (18.04.2010, 13:17 Uhr)
Wer verdummt uns!!??
Ich hab es gestern schon geschrieben und gefragt....leider wurde ich bis jetzt nicht schlauer!


Jedes Jahr brechen ca. 40 Vulkane auf der Welt aus. Der eine mit mehr.... der andere mit weniger Asche!
Doch die steigt IMMER mehrere Kilometer hoch und zieht über die Welt.

Mag sein, dass die jetzige Wolke sehr konzentriert den Weg zu uns genommen hat....aber...Leute, habt ihr jemals davon gehört, dass z.B in Asien oder Amerika jemals der gesamte Luftverkehr für mehrere Tage wegen eines Vulkanausbruchs gesperrt war??
Wenn überhaupt wurde einzelne Regionen umflogen oder vereinzelt Flughäfen gesperrt!

Oder hab ich es einfach nicht mitbekommen??

Übrigens....ich habe versucht im Internet zu erfahren, wann es die letzte Sperrung eines Flughafens weltweit....wegen Vulkanasche....gab!
Fehlanzeige!
olga1805 (18.04.2010, 07:04 Uhr)
Es ist schon recht merkwürdig . . . .
das sich der Mensch von seinem sog. Fortschritt so abhängig macht, dass sein Leben ohne Fliegerei oder Handy nicht mehr weiter geht. Ich habe auch noch kein Schulkind gesehen, was die Schule zu Fuß erreicht. Alle müssen gefahren werden. Aufgrund dieser Verblödung kann ich ein Frohlocken über den Vulkan nicht unterdrücken. Gut so !
leberwurststulle (17.04.2010, 17:17 Uhr)
Verluste
Wenn die Fluglinien sonst pro Tag Millionen
Umsatz machen, können sie die Verluste doch ausgleichen und nicht gleich Leute entlassen. So ein böser Vulkan,aber auch !
Diese böse,böse Natur legt doch einfach ganz Europa lahm. Furchtbar !
susiwolf (17.04.2010, 10:23 Uhr)
C-h-a-o-s-t-a-g-e ... oder zielgerichtet?
Unser aller Oberhaupt Angela Dorothea hat nun Zeit über Vieles nachzudenken:
Entfernt von heimatlichen Gefilden stellt sich die (deutsche) Welt ganz anders dar. Die gepanzerte Limousine wird bald eintreffen mit frischen und ausgeschlafenen 'body guards' und heimatlichem Kartoffelsalat.
Alles wieder im Lot ... ?
Der Weg ist das Ziel ... und das Ziel ist NRW -> im nächsten Monat.
Bis dahin ist Nachdenken angesagt: Frisch gestärkt und selbstkritisch ... natürlich wieder mit Würstchen und Kartoffelsalat.
Gekaut muß eh' werden.
kabelmann (16.04.2010, 13:34 Uhr)
lol
ein Aschewolkenticker.

Ihr seid Helden
bigcpoint (16.04.2010, 12:16 Uhr)
Merkwürdig
Wo hat den die Bahn plötzlich mehr Züge her ?!
Die können doch nicht mal den regulären Fahrplan bedienen.
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